Eier – roh oder gekocht?

Eier – roh oder gekocht?

Eier sind proteinreich und deshalb sehr sinnvoll in der Hundeernährung einsetzbar. Oft scheiden sich aber die Geister, ob sie roh oder gekocht und wie oft gegeben werden sollen. Streng genommen kann ein Hund jeden Tag Eier bekommen, je nach Grösse 1 bis 2. Obwohl die Proteinqualität sehr gut ist, sollte man aber darauf achten, dass insgesamt möglichst viele verschiedene Proteinquellen im Hundefutter landen. Deshalb empfiehlt es sich nicht ausschliesslich oder tagelang nur Eier zu füttern.
BARFer geben ihren Hunden die Eier meistens roh, doch das ist keine so gute Idee. Während man das Eigelb sehr gut roh verfüttern kann, kann rohes Eiklar schädlich wirken. Eiklar enthält einen Stoff, der die Eiweissverdauung behindert und kann entsprechend zu Verdauungsstörungen führen. Ausserdem enthält Eiklar Avidin, das Biotin bindet und sehr schnell entsprechende Mangelerscheinungen auslösen kann. Natürlich wird kein Hund krank, der hin und wieder ein rohes Ei bekommt, aber wer öfter Eier verfüttert, sollte zumindest das Eiweiss lieber kochen. Besonders wertvoll ist allerdings das rohe Eigelb, denn dieses ist reich an Proteinen, fettlöslichen Vitaminen sowie Lecithin. Deshalb habe ich mir aus einem amerikanischen Hundefutter-Buch das folgende Rezept abgeguckt, nach welchem ich meinem Hund ab und zu sein Futter zubereite.

Es ist sozusagen ein klassisches angelsächsisches Frühstück, genannt Doggies Oat Bran Meal, das aber auch am Abend gereicht werden darf.
Man nehme:
1) Feine Haferflocken und koche sie ein paar Minuten im Wasser, bis sie schön matschig weich sind. Kohlenhydratquellen- und dazu gehören die übrigens auch sehr wertvollen Haferflocken - müssen für Hunde immer sehr gut aufgeschlossen werden.

2) Trenne das/die Eier (bei grösseren Hunden dürfen es auch mehrere sein) in Eiweiss und Eigelb

3) Ziehe das Eiweiss unter die leicht köchelnden Haferflocken, bis es geronnen ist.

4) Wenn das Ganze abgekühlt ist, ziehe das Eigelb unter den Brei.

5) Gemüse und die üblichen Zutaten wie Eierschalenpulver, Lebertran etc. kann man auch noch dazu geben.

Apropos Eierschalen: Natürlich kann man die auch selber fein mahlen, wenn man das entsprechende Gerät dazu hat, zum Beispiel einen Mörser oder eine Gewürzmühle, aber bitte wirklich sehr fein pulverisieren. Ob sich der Aufwand gegenüber fertig gekauftem Pulver lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

Wer nicht gerne selber kocht, sondern lieber zum Fertigfutter greift, kann seinem Liebling ab und zu ein gekochtes, zerkleinertes Ei zum Futter geben. Denn fast alle Hunde mögen sehr gerne Eier. Zudem gibt es dem Fertigfutter einen gewissen Pepp und es reichert selbst kohlenhydratarmes Futter mit wertvollen Proteinen an.

Regiert Dein Hund nicht extrem empfindlich auf einen Futterwechsel, dann kannst Du ihm zur Abwechslung gerne das oben beschriebene, super reichhaltige „Sonntags-Frühstück“ zubereiten.

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