DNA Test für Mischlingshunde – Zu welchen Rassen gehört mein Hund wirklich?

 

Besitzer von Hunden, die nicht reinrassig sind, nimmt es sicher früher oder später einmal Wunder, aus welchen Rassen denn der eigene Hund entstanden ist. Oft bekommt man den Hund ja mit mündlich überlieferten Angaben zu Vater- und Muttertier, doch ob diese Mischung tatsächlich stimmt und aus welchen Rassen die Eltern entstanden sind bleibt für den neuen Besitzer häufig ein Rätsel. Damit diese Fragen nach der Abstammung des eigenen Hundes geklärt werden können, gibt es spezielle DNA Tests, die angeblich die gesamte Abstammung Deines Hundes klären können. Wie diese Tests funktionieren und wie glaubenswürdig die bisherigen Kunden diese ganze Geschichte finden, erklären wir Dir im heutigen Blog:

 

Die Vererbung – Wie funktioniert die genetische Vererbung bei unserem Hund?

 

Die Vererbung von Merkmalen ist die Grundlage für die Individualität jedes einzelnen Hundes. Keine zwei Hunde auf dieser Welt sind genau identisch, denn das Erbmaterial mischt sich bei jedem Lebewesen komplett neu zusammen. So können besonders bei Mischlingen zwei  Geschwister des gleichen Wurfes komplett unterschiedlich aussehen. Gut möglich ist auch, dass zwei ähnlich aussehende Mischlinge ein völlig anders aussehendes Junges haben. Hierzu folgt eine kleine Grafik, welche die neue Zusammenmischung von vier verschiedenen Rassetypen und deren spezifischer Gene zeigt:

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In dieser Grafik sind die beiden Elterntiere in der obersten Linie Mischlinge aus je zwei reinrassigen Hunden. Um das ganze etwas besser zu veranschaulichen nennen wir für jede Farbe eine zufällig gewählte Hunderasse: gelb steht für den Golden Retriever, grün für den Labrador, rot steht für einen Dalmatiner und blau für einen Deutschen Schäferhund. Also haben wir links eine Dalmatiner-Schäferhund Mischung und rechts ein Mischling aus einem Golden Retriever und einem Labrador. Paart man nun diese beiden Mischlinge miteinander, gibt es Nachkommen, die von all diesen vier Rassen Gene enthalten und diese auch wieder an ihre Nachkommen weiter geben. So entstehen je nach Kombination der einzelnen Gene Mischlinge, die einer der vier Ausgangsrassen sehr ähnlich sehen, weil sie hauptsächlich gleichfarbige  Gene erhalten haben. Andere Mischlinge hingegen sind eine perfekte Mischung aus allen Rassen, bei denen es fast unmöglich ist die Ursprungstypen zu erkennen. Deshalb ist es von blossem Auge teilweise sehr schwierig die Herkunft eines Mischlinges zu bestimmen, denn der Anblick des Hundes kann von dem der Elterntiere sehr stark abweichen und somit den ratlosen Besitzer auf eine völlig falsche Fährte führen. Doch wie finden wir die Abstammung unserer Hunde so genau wie möglich heraus? Die drei verschiedenen CanisMix DNA Tests werben damit, die Rassebestandteile eines jeden Mischlings heraus finden zu können. Wie diese Tests genau funktionieren folgt in einem späteren Abschnitt.

 

Der typische Mischling – Die häufigsten Mischlingsmerkmale:

 

Mischlinge sind total unterschiedliche Hunde, die eine riesige Artenvielfalt aufweisen. Die genetischen Variationen sind fast unbegrenzt und doch gibt es einige Merkmale die bei Mischlingshunden eindeutig häufiger auftreten als bei reinrassigen Hunden. Zum einen gibt es bei der Farbe des Felles sehr oft schwarze oder dunkel gefärbte Hunde. Sehr häufig für Mischlinge sind auch Farbtöne in Richtung hellbraun, mittelbraun bis hin ins gelbliche unabhängig davon welche Farbe die Eltern hatten. Natürlich gibt es auch weisse und gefleckte Mischlinge, aber sehr viele Hunde entsprechen den oben genannten Farbtönen. Zum anderen werden Mischlinge sehr oft mit weissen Abzeichen geboren, die sich meistens an Brust oder Schnauze befinden.

 

Wie genau funktionieren die CanisMix DNA Tests und wie kam es dazu?

 

Wie kam es zu diesen Tests?

 

Die Menschen beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Erbgut von Hunden, dem Hundegenom, in der Hoffnung durch die gewonnenen Erkenntnisse über erblich bedingte Erkrankungen, die beim Menschen in sehr ähnlicher Form auftreten, dem Menschen helfen zu können. Im Jahr 2005 konnten in einem speziellen Hundegenom Projekt erstmals bestimmte Segmente der Hunde-DNA identifiziert werden. Die dort identifizierten Segmente sind für die Unterschiede zwischen den einzelnen Hunderassen verantwortlich, so sitzen dort beispielsweise die Informationen für äussere Merkmale wie die Fellfarbe, die Form der Ohren und die Körpergrösse des Hundes. Seit dieser Entdeckung wollten die Forscher mehr über die genetischen Unterschiede der Hunderassen erfahren und die Forschungen gingen weiter. Die Forschung begann bei reinrassigen Hunden, wo herausgefunden wurde, dass die Sequenzen mit den äusseren Merkmalen bei reinrassigen Hunden sehr stark identisch sind. Die Hunde sehen also nicht nur alle gleich aus, die genetischen Anlagen sind ebenfalls identisch. Somit hat ein reinrassiger Deutscher Schäferhund die braune Fellfarbe nicht nur als äusseres Merkmal sondern auch in seinen genetischen Anlagen liegt nur diese eine Farbe vor. Bei Mischlingen hingegen ist das Aussehen des Hundes nicht identisch mit den vorhandenen Genanlagen, so trägt ein Mischling beispielsweise die Gene für weisse, braune und schwarze Deckhaare in sich und hat selber weisses Fell. Die Gene weisen also eine grössere Anzahl an Merkmalen auf als der Hund. Und so wie die Gene sind, vererbt sich auch der Hund, also kann ein reinrassiger Deutscher Schäferhund nur einen Nachkommen mit gleicher Geninformation hervorbringen, während aus einem Mischling ein völlig anders aussehendes Tier entstehen kann.

 

Wie funktioniert der Test?

 

Mit einer einfachen Speichelentnahme bei Deinem Hund, kann das Labor bereits genug Informationen heraus filtern, um Dir die Rassen Deines Hundes zu verraten. Denn in jeder Körperzelle und somit natürlich auch im Speichel des Hundes befindet sich die vollständige DNA des Tieres. Aus der DNA Deines Hundes werden die einzelnen Segmente für die verschiedenen Merkmale, die von Rasse zu Rasse unterschiedlich sind, selektiert. Um diese Segmente mit den bereits erfassten Segmenten aller einzelnen Rassen vergleichen zu können, müssen sie millionenfach kopiert und vervielfältigt werden, was mit der so genannten PCR Methode  (Polymerase Kettenreaktion)  passiert. Die erhaltenen Kopien werden mit den genetischen Profilen aller reinrassiger Hunde verglichen und alle Gemeinsamkeiten werden herausgefiltert. Diese Verfahren werden von einem speziellen Programm gesteuert und überwacht. Alle Rassen mit sehr grossem Übereinstimmungswert werden im Ergebnis angezeigt. Die ermittelten Rassen sind nun diejenigen, von denen Dein Hund laut Vererbungstheorie höchstwahrscheinlich abstammt.

 

Die drei verschiedenen Test Sorten und ihre Unterschiede:

 

Nun gibt es von CanisMix nicht nur einen Test sondern gleich drei verschiedene. Welcher Test welche Vorteile hat und wie man den richtigen Test für seinen Hund findet erkläre ich euch in diesem Abschnitt. Der Hauptunterschied der drei Test Arten ist, ob der Hund aus europäischen oder total exotischen Rassen entstanden ist und ob man die Varietäten ebenfalls noch bestimmt haben möchte oder nicht. Der CanisMix Standard Test ist der günstigste der drei Varianten und wird vorwiegend für europäische Mischlinge genutzt. Anhand einer von Dir eingereichten Speichelprobe wird ermittelt von welchen Hauptrassen des FCI Standard Dein Hund abstammt. Damit sind in diesem Test 79 Hunderassen abgedeckt, die ca. 70-80% aller Rassen im FCI ausmachen. Bereits nach etwa drei Wochen erhält man ein Zertifikat auf dem die gefundenen Rassen vermerkt sind und zusätzlich dazu für jede der gefundenen Rassen ein Informationsblatt, welches auch Verhaltensmerkmale und rassespezifische Erkrankungen enthält. Wenn Dein Hund aber auch mit aussereuropäischen Rassen verwandt ist, ist es sinnvoller den etwas grösseren und teureren Test CanisMix Plus zu wählen. Dieser ist ideal für etwas exotischere Tiere und denkt über 90% der  Rassehunde ab. Die DNA Deines Hundes wird mit der von 191 Hunderassen verglichen um ein möglichst exaktes Resultat zu erhalten. Auch beim CanisMix Plus gibt es ein Zertifikat und Rassenportraits. Und zum Schluss gibt es noch den CanisMix Professional für alle besonderen Exoten oder zur Bestimmung aller Varietäten. Dieser Test geht so weit es möglich ist ins Detail und entdeckt somit auch diverse Varietäten in den Rassen.  Für diesen Test ist aber eine Blutprobe nötig, die von einem Tierarzt entnommen werden muss. Durch diesen Test lässt sich Dein Mischling mit über 235 Hunderassen vergleichen. Zusätzlich bei diesem Test kann man eine Grössenvorhersage für Welpen erhalten.

 

Was sagen die Kunden dazu – Ist dieser Test zu empfehlen?

 

Von den Kunden gibt es natürlich viele Rückmeldungen zu den erhaltenen Ergebnissen, die teilweise sehr positiv teilweise mit gemischten Gefühlen da stehen. Ungläubige Rückmeldungen finden sich sehr häufig, wenn eine im Ergebnis angezeigte Rasse überhaupt nicht in das Erscheinungsbild des Hundes passt und die äusseren Merkmale keine grosse Gemeinsamkeit zeigt. In diesen Fällen kann es natürlich einerseits sein, dass der Hund tatsächlich keinen Vorfahren dieser Rasse aufweist, die genetischen Anlagen aber trotzdem eine grosse Ähnlichkeit aufweisen, sich jedoch im Aussehen des Hundes nicht durchgesetzt haben. Oder der Hund ist entfernt doch mit einem nicht in die Reihe passendem Hund verwandt, dessen Genanlagen zwar vorhanden sind, sich aber äusserlich nicht zeigen. Es lässt sich also nicht zu 100% sicher sagen, dass dieser Test komplett richtig liegt, er gibt aber im grossen und ganzen eine gute Übersicht und stimmt in den meisten Fällen sehr zuverlässig mit der Wirklichkeit überein. Viele Hundebesitzer wurden zum Beispiel positiv überrascht, als sie die Charakterbeschriebe der angezeigten Rassen gelesen hatten und den Hund plötzlich besser verstehen konnten. Was vorher fälschlicherweise als Ungezogenheit galt, hat jetzt einen Sinn bekommen. So sind beispielsweise ein starker Jagdtrieb oder ein stark ausgeprägter Beschützerinstinkt plötzlich erklärbar und werden vom Besitzer besser akzeptiert. Wenn Dir also das Geld nicht zu schade ist und Dich die Rassen Deines Hundes interessieren, kannst Du eine Speichelprobe oder je nach Test eine Blutprobe Deines Hundes zur Analyse geben. Falls Du Deinen Mischling bereits abgeklärt hast sind wir gespannt auf deine Reaktion und das Ergebnis. Gerne kannst Du uns ein Foto Deines Mischlinghundes und das Resultat der Analyse auf unsere Facebook Seite postenJ.

 

 

 

 

 

 

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