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Die virale Erkrankung Staupe:

 

Nach meinem letzten Bericht über die Impfungen bei Hunden, möchte ich heute über die virale Erkrankung Staupe berichten.Staube ist eine seuchenartige, virale und sehr ansteckende Erkrankung von welcher viele Raubtiere wie Haushunde, Dachs, Marder, Fuchs und Luchs befallen sein können. Man könnte fast sagen, dass Staupe die häufigste Erkrankung von Raubtieren ist.

 

Viruserreger:

Der sogenannte Canine distemper virus, also Staupevirus, gehört in die Familie der Morbilliviren, in diese Gattung gehören zum Beispiel auch die Masern. Der Virus ist sehr empfindlich auf Hitze, Licht und Trockenheit. Bei tiefen Temperaturen und Feuchtigkeit kann der Staupe-Virus jedoch Wochen und sogar Monate überleben. Klassische Desinfektionsmittel töten den Virus ab und machen die Erreger inaktiv.

 

Wie wird die Krankheit übertragen?

Vorneweg kann gesagt sein, die Krankheit wird nicht über Kot oder Harn übertragen. Obwohl der Virus darin enthalten ist, spielt dies bei der Übertragung keine Rolle.

Vielmehr wird Staupe über die Luft, Speichelkontakt oder Nasen- und Augenausfluss übertragen. Wir können also davon ausgehen, dass unsere Hunde sich vor allem beim Spielen mit Artgenossen anstecken. Der Virus ist eher nicht überlebensfähig in der Umwelt, dass heisst, dass eine Übertragung auf dem Spaziergang durch Berührung von einem  Gegenstand wo der Virus drauf ist, eher unwahrscheinlich ist. Ist der Hund jedoch einmal mit dem Virus befallen, kann er bis zu 90 Tagen als Träger der Erreger dienen. Das heisst, Hunde können sich noch 90 Tage nach dem Anstecken der Träger infizieren.

 

Wie merke ich, ob mein Hund sich mit Staupe angesteckt hat?

Sie Anzeichen von Staupe sind je nach Zustand des Immunsystems, Tierart, Virus-Stamm, Alter vom Tier und Umweltbedingungen abhängig. Die Zeit zwischen dem Anstecken und den ersten Symptomen (also die Inkubationszeit) kann von einer Woche bis zu einem Monat dauern. Ebenfalls kann die Krankheitsdauer unterschiedlich lang sein, sie hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Man geht davon aus, dass die Krankheit zwischen vier und sechs Wochen dauert. Alls generelle Symptome zählen: eitrig-schleimiger Nasen- und Augenausfluss, allgemeine Schwäche und Husten. Oft kommt dazu Durchfall, Fieber und Erbrechen. Je länger die Viren im Körper sind, umso mehr Kondition verlieren unsere Hund, Muskeln bauen sich ab, der Appetit schwindet und die Tiere werden immer magerer. Es kann sin, dass die Hunde Verhaltensstörungen zeigen und an Krämpfen, Lahmheit und Kreislaufbeschwerden leiden. Allgemeine Bewegungsstörungen sind auch typisch. Im schlimmsten Fall kann dein Hund an Staupe sterben. Bei toten Tieren wurden neben den oben genannten Symptomen noch Veränderungen an den Organen festgestellt. Hier sprechen wir von Darm- und Lungenentzündungen, Zahnschäden, Augen- und Hodenentzündungen. Von dieser Krankheit können Hunde aller Altersklassen betroffen sein. Unsere Haushunde können wir durch eine Impfung vor dem Virus schützen.

 

Ist Staupe für uns gefährlich?

Staupe ist grundsätzlich nicht auf den Menschen übertragbar. Es gehen zwar Gerüchte umher, dass der Staupe Virus in Verbindung mit der Paget-Krankheit und Multiplen Sklerose steht, dies wurde aber nicht bewiesen.

 

Gut zu wissen:

Bis im Jahr 2009 wurde die Infektion mit dem Staupe Virus bei Wildtieren nur sehr selten diagnostiziert. Es gab einige wenige Fälle von Steinmardern, die an Staupe litten. Im Jahr 2009 gab es dann in der Ostschweiz zahlreiche Fälle von befallenen Dachsen und Füchsen. Seit dem hat sich die Krankheit in Europa verbreitet und vorallem der Dachs und der Fuchs leider unter dem Virus. In einzelnen Regionen wurden auch Gruppen von infizierten Marder und Luchsen entdeckt.

 

Achtung! Falls dein Hund nach einer Staupeimpfung Nasenbluten bekommt, musst Du sofort zum Tierarzt! Eine Nebenwirkung der Staupeimpfung ist die sogenannte Immunthrombopenie, welche innere Blutungen auslöst. Dies heisst aber nicht, dass Du deinen Hund nicht gegen Staupe impfen solltest. Wie jedes Medikament (auch bei Menschen) haben auch Impfstoffe Nebenwirkungen. Gut ist, wenn Du informiert bist, was passieren kann.

 

Nebenwirkungen bei Impfungen sind zum Beispiel:

 

•Allergische Reaktionen der Haut

 

•Schockzustände (bis hin zu Herzstillstand und plötzlichem Tod)

 

•seltsame Verhaltensweisen (sich verkriechen, hin und her laufen)

 

•Benommenheit

 

•Unruhe

 

•Nekrosen

 

•Koordinationsstörungen

 

•Anschwellen des Kopfes

 

•Verfärbung des Haarkleides

 

•Erbrechen

 

•Haarausfall an der Einstichstelle

 

•immunbedingte Entzündungen der Blutgefäßwände

 

•Anämien

 

•Anfälligkeit für bakterielle Infektionen wie Ohr-, Harnwegs- und Darmentzündungen

 

•Atemnot

 

•Durchfall

 

•Polyarthritis

 

•Juckreiz

 

•immunbedingte Erkrankungen der Schilddrüse

 

Fazit:
Die einzige Möglichkeit, seinen Hund vor Staupe zu schützen, ist eine Impfung. Es ist äusserst wichtig, dass wir als Hundehalter dafür sorgen, dass solche Krankheiten nicht verbreitet werden und zu Epidemien ausarten. Falls dein Hund eine ansteckende Krankheit aufgefangen hat, heisst es strickte Leinenpflicht, absolute keinen Kontakt mit anderen Hunden und regelmässigen Kontakt mit dem Tierarzt.

 

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