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Die Sebadenitis – Eine Entzündung der Talgdrüse

Sebadenitis

Die Haut ist eines der grössten Organe an einem Tier, deshalb ist hier auch die Angriffsfläche für Erkrankungen besonders hoch. Es gibt sehr viele Ursachen für Hauterkrankungen unserer Hunde. Eine unangenehmere davon ist die Sebadenitis, eine Entzündung der kleinen Talgdrüsen. Vor allem die Hunderasse Akita reagiert auf diese Krankheit sehr stark. Was bei dieser Krankheit genau geschieht, wie sich diese am Hund zeigt und was man dagegen tun kann, erfährst Du im heutigen und im übernächsten Blog. Auch die verschiedenen Symptome der Erkrankung an den einzelnen Rassen, werden in diesem kurzen Bericht erläutert.

Was genau ist die Sebadenitis für eine Erkrankung?

Die Sebadenitis ist eine Entzündung der Talgdrüsen, die durch eine überschiessende Immunreaktion zustande kommt. Die Talgdrüsen werden dabei von Entzündungszellen angegriffen und teilweise bis komplett zerstört. Dadurch wird die Produktion von Talg, die in den Talgdrüsen stattfindet vermindert oder unterbrochen, was starke Auswirkungen auf die Haut der Hunde hat. Der Talg sorgt nicht nur dafür, dass gesunde neue Haar entstehen und das Fell des Hundes schön nachwächst, sondern auch dafür, dass die oberflächigen Hautzellen, die abgestorben sind, abgeschuppt werden und abfallen. Funktionieren diese Abläufe normal, hat der Hund ein glänzendes, gesundes Fell und die abgestorbenen Zellen bleiben nicht haften. Bei der Sebadenitis ist es aber der Fall, dass der Hund Schuppen bekommen kann und es zu Haarausfall kommt. Wie oben schon erwähnt gibt es Hunderassen, die stärker von dieser Krankheit betroffen sind als andere. Deshalb wird vermutet, dass diese Erkrankung genetisch vererbt werden kann, was allerdings noch nicht beweisen wurde. Häufig betroffene Rassen sind zum Beispiel der Grosspudel, der Akita, der Samojede, der English Springer Spaniel, der Hovawart, der Lhasa Apso, der Viszla, der Dackel und sowohl der Deutsche als auch der Belgische Schäferhund. Aber auch alle anderen Hunderassen und alle Geschlechter können erkranken. Es ist sogar von wenigen Fällen bekannt, wo Pferde, Katzen, Kaninchen und sogar Menschen daran erkrankt sind. Bei Hunden tritt die Krankheit meist im Alter von drei bis fünf Jahren ein, sie kann aber auch bereits früher oder erst in späterem Alter auftauchen und ist in den meisten Fällen nicht heilbar sondern nur kontrollierbar.

Die Symptome der Krankheit beim Hund:

Bei einem erkrankten Hund sind oft krustige, schuppige Auflagerungen an den Haaren zu erkennen, die die einzelnen Haare verkleben lassen. Dazu kommen oft Haarausfälle und bei manchen Hunden auch noch zusätzliche bakterielle Infektionen, welche dann Juckreiz und unangenehmen Hautgeruch zur Folge haben. Bei allen Rassen äussert sich die Krankheit aber unterschiedlich, weshalb wir hier die Symptome kurz auf die häufig befallenen Rassen aufteilen:

Bei langhaarigen Rassen wie dem Grosspudel, dem English Springer Spaniel, dem Hovawart und dem Akita beginnt das Erscheinungsbild der Krankheit im Gesicht und an den Ohren und breitet sich von da dann über den ganzen restlichen Körper aus. Das Fell wird stumpf und trocken und es bilden sich schuppige Flecken. Die Unterwolle geht zuerst verloren, weshalb es oft eine ganze Weile dauert, bis man die Krankheit erkennt. Der Pudel verliert oft die Haarstruktur und seine gelockten Haare werden zuerst gerade und fallen später aus. Beim Akita sind die Hautveränderungen sehr stark ausgeprägt und der Haarausfall ist meist massiv.

Belgische und Deutsche Schäferhunde beginnen die Hautveränderungen am Schwanz und wandern dann von hinten nach vorne über den Hundekörper. Oft sind auch die Ohren sehr stark betroffen und können aufgrund einer starken Überproduktion von Ohrenschmalz an einer zusätzlichen Ohrenentzündung erkranken.

Kurzhaarige Hunderassen wie der Viszla oder der Dackel haben ganz spezielle, bogenförmige Haarausfälle, die sich immer weiter ausbreiten, bis der gesamte Körper betroffen ist. Bei kurzhaarigen Hunden können auch Hautknoten auftreten, die man ertasten kann, dafür ist die Schuppenbildung meist etwas geringer wie bei den langhaarigen Hunderassen. Beim Viszla sind ausserdem oft noch die Lippen, Augenlider und der Nasenrücken geschwollen.

Ansonsten sind die Hunde gesund und haben keine weiteren Symptome. Einzig beim Akita kann es auch noch zu Fieber, Apathie und sogar Gewichtsverlust kommen. Natürlich kann auch bei anderen Hunden ein Unwohlgefühl vorhanden sein, das sich vor allem bei stärkerem Befall oder zusätzlichem Juckreiz aufgrund einer Hautinfektion zeigen kann.

 

Nun wissen wir bereits, was eine Sebadenitis ist und wie die Symptome am Hund aussehen. Wie man diese Krankheit diagnostiziert und danach therapieren kann erfährst Du übermorgen bei uns im Magazin. 

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