Die Quälraupe - Gefahr für Mensch und Hund

Eine kleine graue Raupe mit einer sehr gefährlichen Wirkung. Leider kennen sie viele Leute noch nicht, weshalb wir in diesem Blog über sie berichten und vor ihr warnen wollen. Die Quälraupe ist eine kleine unscheinbare Raupe, die zum Prozessionsspinner gehört, weshalb sie auch mit dem Namen Prozessionsraupe benannt wird. Der Prozessionsspinner ist ein grauer, recht unscheinbarer Schmetterling, der gar nicht den Anschein erweckt, dass seine Raupen so gefährliche Tierchen sind. Seine Raupe bildet nämlich unangenehme Gifte, die sowohl für Mensch als auch für Tiere, vor allem für Hunde, besonders lästig und sogar gefährlich werden können. Begegnungen mit diesem Tier sollten daher so gut es geht vermieden werden, oder zumindest sollen die Symptome bekannt sein, falls es doch einmal zu einem Zwischenfall mit einer dieser Raupen kommen sollte. Was man bei diesen Raupen besonders beachten muss und wie diese Symptome aussehen, erfährst Du im heutigen Blog:

Die Prozessionsraupe – Was sollte man über dieses Tier wissen?

 

Die Raupen des Prozessionsspinners kommen vor allem im Mittelmeerraum, Südeuropa, Afrika, Indien und Australien vor. Jedoch sorgte der diesjährige extrem warme Winter dafür, dass die Raupen nun auch im südlichen Teil der Schweiz gesichtet wurden. So sorgen die Raupen im Tessin bereits etwas länger und seit kurzem nun auch in der Region Genf für Aufsehen. Die Prozessionsraupe besitzt auf ihrer Körperoberfläche so genannte Brennhaare. Die langen auffälligen Haare der Raupe sind aber ungefährlich. Nur die kurzen Haare können in die Haut von Menschen und Hunden eindringen und heftige allergische Reaktionen hervor rufen. Aus diesem Grund werden diese Raupen auch Nesselraupen, Haarraupen und Quälraupen genannt. Sie leben auf unterschiedlichen Pflanzen und gehen vor allem nachts auf Futtersuche. Die Raupen wandern hintereinander in einer Reihe von Futterpflanze zu Futterpflanze, damit sie von Fressfeinden als Schlange wahrgenommen und in Ruhe gelassen werden. Daran erkennt man die Prozessionsraupe meist sehr gut. Aus diesem Grund hat die Raupe auch noch den Namen Zugraupe erhalten. Leider ist aber auf die Nachtaktivität der Raupen kein 100 prozentiger Verlass, denn manchmal sieht man diese Kolonien auch am Tag. Gerade für Hunde ist das sehr gefährlich, weil sie immer mit der Nase am Boden herumschnüffeln. Trifft also ein Hund auf so eine Kolonie aus grauen Raupen. Trifft er mit der Nase zu den giftigen Tieren und kann sich böse Vergiftungen im Nasen- und Rachenraum einfangen. Auch ein geschwollenes Gesicht kann sehr gefährlich werden, da teilweise die Atmung beeinträchtigt werden kann. Bei einem Zwischenfall mit Quälraupen sollte deshalb sowohl als Mensch als auch mit dem Hund ein Arzt aufgesucht werden.

Welche Symptome zeigt der betroffene Hund?

Falls der Kontakt mit den Quälraupen nicht direkt beobachtet werden kann, ist die Diagnose natürlich etwas schwieriger. Trotzdem sollte man einige der Symptome kennen um eventuell auf diese Idee zu kommen und dann einen Tierarzt auf zu suchen. Zu den Symptomen einer Vergiftung durch die Prozessionsraupe gehören geschwollene Körperteile, beim Hund sind dies meist Kopf, Rachen, Nase. Teilweise zeigen die Hunde auch Schwindel, Fieber, Entzündungen der Augen und Hautreizungen. Manche Tiere stehen nach einem Angriff der Quälraupen unter Schock und verhalten sich komisch. Auch Probleme mit der Atmung können auftreten, Asthma Anfälle etc. gehören auch zu den Symptomen. In schlimmen Fällen kann diese Raupe auch zum Tod des Hundes führen, beispielsweise wenn die Atemwege so stark anschwellen, dass der Hund keine Luft mehr bekommt oder falls der Hund eine der Raupen frisst. Es gilt also besondere Vorsicht in betroffenen Regionen.

Wie erkenne ich die Prozessionsraupe?

Wie im oberen Abschnitt schon beschrieben sind die Raupen grau und bewegen sich meist in grossen Kolonnen hinter einander fort. Die Nester der Raupen sind weiss und bilden watteartige Gebilde. Meistens leben diese Raupengruppen auf Pinien oder Kiefern und hängen ihre Nester an die Äste dieser Bäume. Die Verpuppung der Raupen findet allerding im Boden statt, weshalb die Tiere sehr häufig am Boden zu finden sind. Am Ende des Frühlings bilden sich die Kokons und bald darauf schlüpfen dann die Schmetterlinge. Gefährlich sind die Raupen also gerade im Frühling, wo sie zur Verpuppung auf den Boden gehen und dort im Gras für Hundenasen ein gefährliches Ziel bilden.

Wir hoffen natürlich, dass die Begegnung mit einer Quälraupe allen erspart bleibt. Trotzdem sollte man über diese Tiere informiert sein und seinen Hund in betroffenen Regionen etwas besser im Auge behalten. Falls man auf Quälraupen trifft ist die einzige richtige Reaktion sofort Abstand zu nehmen und andere Passanten mit und ohne Hunde auf die Raupen aufmerksam zu machen. Generell sind die Raupen nämlich nicht aggressiv oder angriffslustig, sie fühlen sich aber sehr schnell bedroht und können ihre gefährlichen Nesselhaare abwerfen, was sehr schnell auch ohne direkte Berührung der Raupe unangenehme Folgen hat.

 

 

 

 

 

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