Die Hunderasse Jack-Russel

Die Hunderasse Jack-Russel Terrier

Der erste Hund, der mit dem Jack-Russel in Verbindung stand, war die Hündin „Trump“. Sie gehörte dem passionierten Jäger und Pfarrer John Russelle. Er ist der Urvater dieser Rasse. Er züchtete leidenschaftlich gerne und es entstand aus dem Fox Terrier diese Hündin „ Trump“. Sie war weiss und grauhaarig, hatte Abzeichen am Kopf und liebte das Jagen. Sie wird als Stammmutter der Russel Terrier bezeichnet und war die erste ihrer Art. Dies geschah im 19. Jahrhundert und setze den Grundstein dieser einzigartigen Hunderasse. Ursprungspunkt war der alte Langhaar-Terrier, welcher sich dann aber schnell zum Kurzhaar-Hund entwickelte. "Trump" war so beliebt, dass diese süsse Dame sogar in der Biographie von E. W. L. Davies vorkam. Er beschrieb die Hündin so, dass klar wurde, dass diese neue Rasse komplett anderes war, als die alte und ursprüngliche Art namens Scotchterrier. Er beschrieb sie, als schlanke und perfekt konstruierte Hündin, welche sehr eng anliegendes Fell hatte und sich mit einer sogenannten Rauheit vor der Nässe und der Kälte schützen konnte. Es ist wichtig zu bemerken, dass in dieser Zeitspanne der Rotfuchs in Australien ausgesetzt wurde. Wie es auch bei anderen Tierpopulationen geschieht, die neu in ein neues Biotop eingeführt werde, verbreiteten auch die Füchse sich rasend schnell aus. Es kam zur absoluten Fuchs-Plage. Der Vorfahre des Jack-Russels, also der Fox Terrier wurde zur Fuchsjagt eingesetzt. Doch diese Hunderasse war etwas zu gross für die Fuchshöhlen. Dadurch wurden die direkten Nachkommen des „ Trumps“ weiter gezüchtet. Sie waren nicht höher als 30 cm und konnten ohne Problem in die Höhlen hineinkriechen und die Füchse hinausjagen. Wie es beim Räuber- und Beute-Schema üblich ist, reduzierte sich die Zahl der Füchse drastisch. Bald kam wieder das normale Gleichgewicht zustande.
1972 wurde in Australien der erste Jack-Russel-Terrier-Club gegründet. Wie alle anderen Hundeclubs versuchten auch sie dringend, dass diese Hunderasse beim FCI anerkannt wird und somit eine offizielle Hunderasse ist. 2000 wurde der Jack-Russel-Terrier, als meistens weisse und niederläufige Hunderasse vom FCI anerkannt. Deren Ursprung ist Grossbritannien, die Rasse an sich kommt aber aus Australien.
Der „Jack“ gehört zu den kleinen Rassen unter 10 kg. Bei der Rassenbeschreibung alle Hunde unterscheidet man zwischen den Gewichtsklassen oder den verschiedenen Rassengruppen. Wir können somit die gesamte Hundepopulation in bis zu 10 Gruppen einteilen. Die erste Gruppe sind die Hüttenhunde und Treibhunde. Die zweite Gruppe sind die Pinscher, Molooser und Schnauzer. In der dritten Gruppe finden wir unseren Jack-Russel-Terrier wieder und die Zwerg-Terrier. In den anderen Gruppen findet man von Spitzen über Wasserhunde bis zu Windhunden, alle Hunderassen wieder. Doch dies wird noch in einem weiteren Artikel über die Hunderassen im Allgemeinen beschrieben. Somit ist ist eigentlich geklärt, wie schwer der Terrier ist. Er weist meistens ein Gewicht von sechs bis sieben Kilogramm auf.
Ausserdem ist vom Gewicht her abzuleiten, dass der Hund nicht mehr als 30 cm gross sein kann. Je kleiner der Racker ist, desto weniger darf er wiegen, sonst kann es sehr schnell zu Übergewicht führen.
Der Jack-Russel ist ein gut bemuskeltes Tier, welches sehr lang ist. Er ist eher länger, als hoch, was man auch als Rechteckform bezeichnen kann. Auch dies ist gewollt, da dieser Terrier speziell für das Jagen von Füchsen gebraucht wurde. Er ist sehr kräftig und lebensfroh. Seine flinken Bewegungen unterstreichen seinen durchdringenden, eifrigen Ausdruck. Ausserdem ist auch bei diesem Tier üblich, dass der Schwanz kupiert werden kann. Dies ist zwar umstritten und in manchen Ländern verboten, kann aber von anderen Ländern bewilligt werden.
Der Jack muss jederzeit beschäftigt werden. Vom Ursprung her ist er eben ein Jagdhund und sollte vom Kopf her immer gefordert werden. Somit ist er eher als ein Arbeitstier anzusehen. Er ist ein sehr aktiver und lebhafter Geselle, welcher gerne draussen mit anderen Rudelmitgliedern herumtollt. Er ist furchtlos und sehr neugierig. Er ist ein absolutes Familientier und verträgt sich sehr gut mit den Neugeborenen. Er will ständig beschäftigt werden und würde es bevorzugen, in einem Hundeclub beizutreten oder in einer Hundeschule regelmässig Sport mit zu machen.
Der süsse kleine Russel muss jährlich getrimmt werden. Doch sollte man das Trimmen beherrschen. Das Deckhaar wird zwischen Daumen und Zeigefinger genommen und man zieht es vorsichtig heraus. Dies sollte am ganzen Körper geschehen und vor allem im Sommer, wo es dann sehr heiss ist. Auch kann mit einer Schwere oder einem Trimmmesser nachgeholfen werden. Aber bitte, es sollte Vorsicht geboten sein, da auch Tiere Gefühle haben und Schmerzen erleiden können. Also schön vorsichtig den Liebling behandeln.
Und nun zu einem nicht so schönem Thema. Der Jack-Russel-Terrier, wie auch viele andere Hunderassen, haben ein sehr grosses Beuteschema an Krankheiten parat. Häufig tritt bei ihm die Hautkrankheit Malassezien-Dermatitis auf. Diese Krankheit wird meistens bei Haushunden entdeckt, die durch saprobische Pilze hervorgerufen wird. Es kommt zu Entzündungen der Haut. Diese jucken sehr stark und reizen den Hund. Doch meistens kann man die Krankheit am Äusseren Ohr erkennen. Aber auch diese kann sich auf den ganzen Körper übertragen. Diese Krankheit kommt häufig saisonal vor und es sind alle Altersgruppen betroffen. Die Heilung kann man durch Cremes und Shampoos unterstützen, welche Chlorhexidin, Dichlorfen, Selendisulfid oder Polyvidon-Iod enthalten, wobei die Kombination von Chlorhexidin und Miconazol die beste Wirkung auf zeigt.
Eine weitere Hautkrankheit heisst Malassezien-Dermatitis. Durch autoimmunologischen Prozesse werden folgende Entzündungen von Arterien, Arteriolen, Kapillaren, Venolen und Venen, wie eine Art Allergie ausgelöst. Es kann sogar Organe schädigen. Was die genauen Ursachen und somit die Therapie ist, ist unklar und somit offen.
Ausserdem gibt es noch die Augenentzündung namens Linsenluxation. Es wird ein dominanter Erbgang vermutet. Leider betrifft es ausschliesslich Hunde im Alter von drei bis sechs Jahren. Am häufigsten oder am empfänglichsten sind Hündinnen in diesem Alter.
Auch gibt es noch viele weitere Erkrankungen, die man meistens bei Jack-Russels finden kann. Wie einerseits der Diabetes mellitus, die Muskelerkrankungen Patellaluxation und Kongenitale Myasthenia gravis. Auch vor gutartigen, wie auch bösartigen Tumoren ist der Terrier nicht gefeit.
Im Grossen und Ganzen ist zu sagen, dass der Jack-Russel ein sehr verträgliches und leicht erziehbares Wesen ist. Er liebt seine Familie und auch Fremden ist er sehr offen gegenüber. Er eignet sich als Familienhund und verträgt sich sehr gut mit Kindern. Auch bei Reitern sind sie sehr beliebt, da sie lange Ausritte lieben. Sie sind nicht für inaktive Besitzer geeignet, da sie immer eher unter Strom stehen und Aktion lieben. Aber es sollte niemals vergessen werden, dass der Terrier auch nur ein Jagdhund ist und dies nie ablegen wird.

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