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Die Blutegel Therapie bei unserem Hund

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Es gibt unendlich viele verschiedene Therapiemöglichkeiten für alle möglichen Erkrankungen. Eine davon ist die Blutegel Therapie, die es hauptsächlich für Menschen, aber eben auch für Hunde gibt. Die Vorstellung von Blutsaugenden Würmern ist nicht wirklich attraktiv, wenn es aber helfen kann den geliebten Hund von Schmerzen zu befreien, wird es plötzlich sympathischer. Was es genau bringt den Hund einer Therapie mit Blutegeln zu unterziehen und wie das ganze abläuft erfährst Du im heutigen Blog:

Blutegel – Was sind das genau für Tiere?

Bereits im Mittelalter wurden Blutegel eingesetzt zur Heilung diverser Krankheiten und auch heute noch sind sie immer wieder ein beliebtes Therapiemittel. Doch was sind diese Tiere genau und was bewirkt das Blutsaugen dieser Tiere? Blutegel sind eine Unterart der Regenwürmer, was beim genauen Hinsehen sehr glaubhaft ist. An beiden Körperenden besitzen diese Tiere je einen Saugnapf, der vordere gehört zum Mund, der hintere dient allein dem Festhalten an verschiedensten Oberflächen. Der Mund ist gefüllt mit ca. 50 kleinen Kalkzähnchen, die benötigt werden um die Haut des Opfers zu durchbeissen. Das fühlt sich für uns Menschen etwa so an, als würden wir von einer Mücke gestochen werden. Genau so tritt nach der Behandlung ein leichtes Brennen oder Beissen ein, das aber bald darauf wieder verschwindet. Doch was bewirkt nun dieser Blutegel, ausser dass er uns oder unseren Hunden Blut abnimmt?

Die Wirkung des Blutegels:

Im Austausch für das Blut gibt uns der Blutegel einige Stoffe, die für uns und auch für Hunde eine sehr positive Wirkung haben. Diese Stoffe befinden sich im Speichel des Blutegels und gelangen so in den Körper unseres Hundes. Einer der wichtigsten Stoffe, die der Blutegel abgibt ist das Hirudin, der als Blutgerinnungshemmer wirkt und somit die Durchblutung fördert. Ein weiterer wichtiger Stoff ist das Eglin, ein Entzündungshemmer der bei diversen Erkrankungen und Leiden bei der Heilung hilft. Ebenso die Hyaluronidase, die mit seiner antibiotischen Wirkung die lokalen Gefässe erweitert und so ebenfalls der Durchblutung und einer schnelleren Heilung dient. Durch die verbesserte Durchblutung wird auch der Transport von Stoffen, die zur Wundheilung benötigt werden beschleunigt genauso wie die Entgiftung im Körper angekurbelt wird. Vermutet wird zudem, dass das Sekret des Blutegels eine schmerzlindernde Wirkung hat.

Wann ist die Behandlung mit Blutegeln sinnvoll?

Ganz sicher sind Blutegel bei allen Entzündungserscheinungen hilfreich, da sie Entzündungshemmer abgeben. Beispiele für Erkrankungen bei denen man die Blutegel Therapie einsetzen kann sind alle möglichen Formen der Arthrose, Abszesse, ED und HD (Ellbogen/Hüftgelenk-Dysplasie), Hämatome, Prellungen, Knochenhaut- und Sehnenscheidenentzündungen, Spondylose und verschiedenste Wunden, die nur schlecht verheilen. Genau Abklärungen in welchem Fall die Therapie mit Blutegeln sinnvoll ist und wann nicht, werden mit dem Therapeuten geklärt. Nicht geeignet sind diese Therapien für Hunde mit Wundheilungsprozessstörungen, Anämie (Blutarmut), schlechtem Gesamtzustand oder Hunde, die bereits blutgerinnungshemmende Medikamente nehmen müssen oder auf die oben erwähnten Stoffe allergisch sind.

Wie läuft eine Therapiesitzung mit Blutegeln an meinem Hund ab?

Je nach Art der Erkrankung und der Grösse des Tieres werden mehr oder weniger Blutegel verwendet. Generell werden bei akuten Leiden mehr Blutegel verwendet, bei chronischen Angelegenheiten wird dafür die Behandlung mehrmals durchgeführt. Die ausgehungerten Blutegel werden auf die Behandlungsstelle gesetzt, damit sie sich dort festbeissen können. Damit die Tiere auch wirklich zubeissen, sollte das Hundefell in den letzten Tagen nicht mit Shampoo gewaschen worden sein und auch nicht mit irgendwelchen Parasitenmitteln behandelt sein. Auch weitere Faktoren können ein Zubeissen des Blutegels eventuell verhindern oder verzögern. Während der Behandlung dürfen die Blutegel nicht gestört werden. Fühlen sich Blutegel beispielsweise durch das versuchte Wegziehen eines Menschen bedroht, kann es sein dass er erbricht, und das birgt ein erhöhtes Infektionsrisiko für den Hund. Deshalb sollte man die Tiere einfach saugen lassen, bis sie von selbst abfallen. Das dauert meistens ungefähr eine halbe Stunde. Die Wunde blutet nach dem Abfallen des Egels noch weiter, was zur Therapie gehört und nicht unterbunden werden sollte. Die Bissstellen werden verbunden und sind nach einigen Stunden verheilt. Der Blutegel hingegen muss getötet werden, da die Wiederverwendung ein zu hohes Infektionsrisiko darstellen würde.

 

Für gewisse Problematiken ist diese Therapie ganz klar einen Versuch wert und es gibt auch im Hundebereich bereits viele verzeichnete Erfolge dieser Behandlungen. Solange man das Wohlbefinden unserer Hunde verbessern kann, sollte man es sicher einmal in Betracht ziehen. 

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