Die Behindertenhunde-Was muss solch ein Hund können?

Einleitung zu den Begleithunden:


Das Hunde unsere Begleiter sind, ist für uns das Gleiche wie atmen. Sie gehören in unser Leben, bereichern uns mit viel Liebe, Geborgenheit und Freude. Hunde sind in unsere Gesellschaft fest integriert. Doch man fragt sich ja auch, wo solche Hunde wirklich gebraucht werden. Und natürlich fallen uns bei dieser Frage viele Antworten ein, die alle richtig zu sein scheinen. Wir kennen einerseits die Hund, welche uns in den gefährlichsten Situationen helfen und andererseits Hunde, die in den stillsten Momenten bei uns sind. Und ich spreche in diesem Fall nicht von unseren „normalen“ Lieblingen, nein ich denke in diesem Moment an Tiere, die den Menschen helfen, denen es nicht so einfach gelingt, an einem normalen Leben teil zu nehmen. Doch was bedeutet dies überhaupt? Auf der ganzen Welt gibt es sehr viele Menschen, die mit einer Behinderung leben müssen. Doch natürlich sind solche Menschen nicht alleine. Ihnen wird ordentlich unter die Armen gegriffen. In diesem Artikel beschäftige ich mich mit Hunden, die behinderten Menschen einen neuen Sinn im Leben geben und ihnen im Alltag helfen können.


Die Ausbildung der Begleithunde:

Zum Glück gibt es seit 1989 einen französischen Verband, der sich intensiv um die Ausbildung von speziellen Hunden für diese wunderbaren Menschen kümmert. Sie sind dafür da, die verschiedenen Rassehunde auszubilden und einen richtigen und passenden Partner für die jeweiligen pelzigen Lebewesen zu finden. Das aller wichtigste bei einer Ausbildung eines Hundes, welcher einmal ein besonderer Held für eine andere Person wird, ist, dass er einen sehr starken Charakter hat und körperlich nicht beeinträchtigt ist.

Die richtigen Hunderassen für die Ausbildung der Begleithunde:

Daher nimmt man im ganz Allgemeinen den Labrador- oder den Golden Retriever. Diese beiden wunderschönen Rassen sind dafür bekannt, dass sie sehr ruhig, ausgeglichen, fügsam und leicht auszubilden sind.

Wie ist die mehrphasige Ausbildung der Hunde, die beeinträchtigten Menschen helfen?

Diese Tiere durchlaufen eine mehrphasige Ausbildung. Die aller erste Stufe durchläuft der Welpen in der sogenannten Welpenphase. Diese jungen Hunde werden dann zu einer Familie zu geteilt, bei der sie aufwachsen und erzogen werden müssen. Am liebsten hat man es, wenn man ein paar Kinder in der Familie hat, die sich dann ebenfalls intensiv mit dem Hund beschäftigen können. Denn die Erziehung ist unglaublich wichtig, da der Hund perfekt auf alle dreissig Befehle des Herrchens hören muss. Dann erfolgt eine weiter Phase. Diese sehr besondere Phase geht um die drei Monate lang. In dieser sehr langen Zeit des wachsenden , jungen Welpen geht es darum, dass der Hund sich in einer Gemeinschaft einlebt und diese genausten kennen lernt. Dies ist wichtig, da der Hund am Schluss die gleiche Funktion übernimmt, wie ein „richtiger“ Mensch. Ebenfalls lernt der Welpe, der ja noch „grün hinter den Ohren“ ist, was es bedeutet einem Befehl zu gehorchen. Doch schon nach dieser Phase wartet die erste Aussortierung der potenziellen Helferhunde. Es wird nach sehr strengen Regeln kontrolliert und aussortiert. Hier entscheiden sich jetzt schon, welcher Hund für den späteren sehr anspruchsvollen Job mit einem behinderten Menschen geeignet ist. Es entscheiden Charakterstärke und sonstige körperlichen Stärken bzw. Mängel. Doch nach dem aller erstem für manche Welpenbesitzer sehr aufregende Entscheidungsphase, kommt schon die zweite Phase der Ausbildung. Diese dauert länger als 18 Monate. In dieser Zeit entscheidet sich alles. Es geht darum, dass die Hunde die ganzen Befehle das erste Mal kennen lernen. Sie leben sechs Monate lang im Zentrum bzw. im Verband der Behindertenhunde und lernen dort ihren neuen Partner kennen. Diese zwei Wochen sind sehr intensiv und enorm anstrengend für den Hund und ebenfalls für den Menschen. Es entscheidet sich in dieser Zeit dann alles. Ob sich diese beiden „Fremdlinge“ gut verstehen steht leider anfangs in den Sternen. Doch wissen wir ja, dass Hunde ein sehr bestimmtes Gespür haben für Menschen, die anders sind oder deren Gefühle verrücktspielen. Aber zurück zum Zentrum. In diesem Ausbildungszentrum trainieren die Hunde täglich eine halbe Stunde lang, damit sie nicht überfordert werden, aber dennoch etwas lernen. In dieser Zeit, in der sie in der Ausbildung sind und gleichzeitig den neuen Partner kennen lernen, entscheidet einzig und allein das gute oder eben das weniger gute Verständnis zwischen den beiden. Dies ist nicht verwunderlich und auch logisch, da diese beiden eine enge Bindung aufbauen sollen und Jahre lang harmonisch zusammen leben sollen.

Welche Anforderungen muss der Begleithund erfüllen?

Um euch kurz zu zeigen, was ein Behindertenhund alles können muss, gebe ich euch ein paar Beispiele. Der ausgebildete, wohlerzogene und brave Hund muss beim Spazieren gehen, seinem blinden Herrchen immer genausten beschreiben können, was gerade vor ihm steht oder in was er hineinläuft. Natürlich braucht es hierfür ein besonderes gutes und stabiles Gestell und eine sichere Leine. Was er bei körperbehinderten Haltern auch noch können muss ist, dass er zum Beispiel ein Spielzeug vom Boden aufheben sollte und dies seinem Herrchen gibt. Ebenfalls informiert solch ein Hund über alle normalen Situationen des Alltags. Somit kann der Behinderte sich besser integrieren und sich nicht so sehr isoliert fühlen.

Welche Arten der Begleithunde gibt es?

Kommen wir zu unseren aller letzten Punkten des Artikels. Wie wir oben erfahren haben, geht es bei den Behindertenhunden darum, dass sie dem in welcher Art auch immer eingeschränkten Menschen im Alltag helfen. In unserer Gesellschaft gibt es beispielsweise mehrere Arten von Behindertenhunden. So kennt man Blindenhunde, Schwerhörigenhunde und z.B. auch Epilepsiehunde. Man kann sich glücklich schätzen, dass in unseren Breitengraden diese behinderten, aber liebenswerten Menschen die Chance haben, sich im Leben besser zurechtzufinden, sich somit wieder wohler zu fühlen und besser mit den Alltagsproblemen auszukommen; um eben ein ganz normales Leben zu führen.
Die Blindenhunde spielen für Menschen, die nichts mehr sehen können, eine besondere wichtige Rolle. Die Ausbildung eines Blindenhundes ist fast die gleiche wie die schon beschriebene Ausbildung. Doch es unterscheidet sich in den Grundsteinen der Zucht. Denn hier wird von Anfang an genausten aussortiert und nach den Wünschen und Kriterien aussortiert. Ausserdem wird alles mit einem Tierarzt abgesprochen und bestätigt. Erst dann wird ein Hund spezieller Rassenzugehörigkeit zur Ausbildung freigegeben und kann einen weiteren Menschen sehr glücklich machen. Wenn ich von Rasse spreche, meine ich hauptsächlich Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever und Labradore. Sie beweisen jederzeit, dass sie fügsam und hilfsbereit sind.

Welche Aufgaben im Alltag hat ein Behindertenhund zu erfüllen?

Deren Aufgabe ist es, den Menschen im Alltag zu helfen und sie vor schlimmen und grausamen Gefahren zu schützen. Zum Beispiel bleiben sie vor Ampeln stehen, um dem Behinderten zu signalisieren, dass es hier wichtig ist still zu stehen.Neben den Blindenhunden gehören natürlich auch die Schwerhörigen Hunde dazu. Sie sollen den Menschen vor allem helfen, mit der Isolation besser klar zu kommen und sich eben nicht in solch eine Lage zu bringen. Ein solcher Hund hilft den behinderten Menschen, den Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen und zu pflegen. Doch die Ausbildung eines solchen Hundes dauert aber sogar doppelt so lang wie die Ausbildung des Blindenhundes. Dieser Hund reagiert auf siebzig Sprachen und zwanzig Befehle. Sie ziehen an der Hose, um den Besitzer darauf aufmerksam zu machen, dass jemand an der Tür ist.

Was sind die Anforderungen an einen Epilepsiehund?

Epilepsiehunde sind besonders schwer auszubilden. Die Ausbildung der tierischen Begleiter dauert sehr lange und ist sehr steinig. Es ist für den Hund besonders schwierig seine Aufgabe, nämlich das Erkennen eines bevorstehenden Epilepsieanfalls zu spüren und auch sofort dem Erkrankten zu signalisieren, damit dieser evtl. Vorsichtsmassnahmen ergreifen kann, sich nicht zu stark bei einem Anfall selbst zu verletzen.

Weshalb habe ich mich für das Thema der Behindertenhunde entschieden?

Wir selber, das MyLuckyDog-Team, haben auf einer Vorführung erfahren, wie eine Ausbildung eines Hundes aussieht und auf was man alles achten muss. Ausserdem wurde uns in einer Vorführung gezeigt, dass der Hund wirklich perfekt auf sein Herrchen hören muss. Daher habe ich mich für dieses Thema entschieden; ich finde die Ausbildung eine Hundes für behinderte Menschen unglaublich spannend und berührend und habe sehr viel Respekt vor Menschen, die die mühsame Ausbildung eines solch wertvollen Hundes ermöglichen. Und ich habe besondere Sympathie für diese speziell ausgebildeten Hunde, da sie Menschen, die etwas anders sind als alle andern, helfen, wieder richtig Fuss im Leben fassen zu können.

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