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Diabetes beim Hund und Diabeteswarnhunde für den Menschen

In diesem Blog möchte ich Euch zwei wichtige Hauptaspekte der Diabeteskrankheit weitergeben. Einerseits geht es um den Verlauf und die Symptome der Krankheit beim Hund, andererseits um den Hund als Assistenzhund bei einem diabeteskranken Menschen. Der folgende Text soll dazu dienen einen Hundebesitzer über diese Krankheit zu informieren. Hast Du einen Hund mit dieser Diagnose ist es wichtig spezifische Tipps beim Tierarzt einzuholen!

Diabeteskranke Hunde
Zuckerkranke Hunde leiden an dem sogenannten „Diabetes mellitus“. Dieser Diabetes ist insulinabhängig. Bei Menschen gibt es zwei Formen der Zuckerkrankheit. Zehn Prozent leiden an Diabetes Typ 1, welcher auf einer Autoimmunerkrankung beruht und tägliche Insulinabgabe fordert. Da diese Art von Diabetes angeboren ist, können Menschen jeden Alters davon betroffen sein. Neunzig Prozent kämpfen jedoch mit dem Diabetes Typ 2, welcher alters- oder ernährungsbedingt ist. Dessen Behandlung beruht vor allem auf einer gesunden Lebensweise und speziellen Medikamenten. Eine Insulinverabreichung ist jedoch sehr selten.
Die Symptome eines an „Diabetes mellitus“ erkrankten Hundes sind typisch. Meistens haben die betroffenen Tiere einen vermehrten Hunger und Durst. Auf den Spaziergängen ist zusätzlich ein häufigeres Urinabsetzen als sonst zu beobachten. Folgen der Krankheit können auch Fell-/Gewichtsveränderungen oder Sichteinschränkungen sein. Treten solche Anzeichen auf und besucht Ihr deswegen Euren Tierarzt, wird dieser den Blutzuckerspiegel messen und den Urin auf eventuelle Glukoseablagerungen prüfen. Ist der Hund erkrankt, besteht folgendes Problem: Das Insulin, welches von der Bauchspeicheldrüse produziert wird, ist für den Abbau des Zuckers verantwortlich. Durch diese Aufspaltung kann der Zucker in die Körperzellen gelangen und seine energetische Wirkung verbreiten. Ist die Insulinproduktion eingeschränkt oder sind Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse vorhanden, können, was die Blutzuckerregulation betrifft, schnell Ungleichgewichte entstehen. Schlussendlich wird also weniger Glukose in den Organen beziehungsweise den energiebenötigenden Stellen gespeichert, sondern dafür im Blut und im Urin. Ist Glukose im Urin vorhanden, zieht sie automatisch durch eine osmotische Wirkung Wasser mit sich. Daher kommen dann der Wasserverlust und das vermehrte Trinken. Nimmt ein Hund neben dem veränderten Trink- und Essverhalten zunehmend ab, ist dies mit der Gegenreaktion des Körpers zu erklären. Bekommt der Körper nämlich keine Energie geliefert, beginnt er an Fett- und Muskelmasse abzubauen. Somit müssen diese Bereiche nicht mehr ganz so stark mit Energie versorgt werden. Im Gegenzug bleibt dann aber logischerweise mehr Energie für die lebenswichtigen Organe übrig!

Diabetikerwarnhunde
Die Ausbildung solcher Hunde ist erst seit ca. 2003 vorhanden und deshalb noch nicht allzu bekannt.
Wie bei andern Assistenzhunden auch dominieren als Rassen, die eine solche Aufgabe meistern, die Golden Retriever, Labradore und Pudel. Je nach Charaktereigenschaften kann aber auch eine andere Rasse zu einem solchen Begleithund ausgebildet werden. Selten bis gar nicht in diesem Bereich zu sehen, sind Kampfhunde. Der Grund dafür liegt vor allem bei vorbeigehenden Passanten, die vor einem solchen Hund mehr Angst haben könnten, als anderen gängigen Rassen.
Um einen bestmöglichen Arbeitserfolg zu erreichen, sind einige Anforderungen Voraussetzung. Dies ist ein menschenfreundliches, ausgeglichenes, ruhiges, nicht schreckhaftes Verhalten. Weiter ist ein belastbarer Charakter wichtig.
Diabetikerwarnhunde sind Tiere, die in erster Linie Symptome der Krankheit „Diabetes“ erkennen und den Menschen dann warnen. Das Symptom ist in diesem Fall eine Unterzuckerung (Hypoglykämie), welche im Schweiss und Atem zu erkennen ist. Mit viel Training lernt der Hund den Schweiss- und Atemgeruch seines Herrchens kennen und sendet Alarmsignale, wenn diese nicht der Normalität entsprechen.
Weitere Aufgaben eines solchen Assistenzhundes wären zum Beispiel die Notfallspritze oder das Blutzuckermessgerät zu apportieren und Erste Hilfe Massnahmen im Falle eines Notfalles in Erwägung zu ziehen. Sind neben dem Patienten noch weitere Personen im selben Haushalt lebend, kann der Hund lernen, diese zu alarmieren. Ist dies nicht der Fall kann der Hund zwar kein Telefon bedienen um Hilfe zu holen, er kann jedoch einen fixen Notschalter betätigen, der zum Beispiel als Lichtschalter getarnt ist. Um diesen in einer Wohnung zu erreichen, lernt der Hund auch Türen zu öffnen. Schlafen der Patient oder die Angehörigen in der Nacht, ist es auch dann Aufgabe des Hundes die betreffenden Personen zu wecken beziehungsweise zu alarmieren. Benötigt der Patient weitergehende Hilfe, wie zum Beispiel das Begleiten zur Schule, kann dies dem treuen Gesellen zusätzlich antrainiert werden.
Bei diesen Aufgaben wird ersichtlich, dass ein solcher Warnhund immer in Alarmbereitschaft ist und deshalb dauernd im Dienst steht. Dies unterscheidet ihn von einem Behinderten- oder auch Blindenhund!

Ich hoffe Euch mit diesem Blog einen genügenden Einblick zum Thema Diabetes bei und mit Hunden gegeben zu haben! Das Thema ist biologisch sehr kompliziert und nicht einfach zu erklären. Falls Ihr fragen habt, lasst es Uns wissen! Wir werden euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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