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Wie lerne ich meinem Hund das Kommando „Gib Laut“?

In meiner Serie „Wie lerne ich meinem Hund..“ folgt heute das Kommando „Gib laut“. Viele Hundebesitzer sind total fasziniert, wenn ich sage, dass mein Hund auf Kommando bellen kann. Ja, meine Hunde können das sogar richtig gut! Das ist eines meiner Lieblingskommandos! Das Bellen ist in meinen Augen eigentlich etwas Störendes. Ich finde es total unnötig, wenn Hunde die ganze Zeit vor sich hin bellen! Umso spannender finde ich es, wenn man ein Störfaktor kanalisieren und zu seinem Vorteil umwandeln kann.

Ein weitere Grund warum ich meinen Hunden das Kommando gelernt habe, ist eigentlich sehr einfach. Ich bin oft bis späht in die Nacht alleine unterwegs. Ich bin dann auch gerne mal im Dunkeln einfach alleine mit meinen Ladys im Wald. Nicht immer sehr angenehm und manchmal fürchte ich mich auch ganz schön. Seit meine Hunde aber auf Kommando bellen können, geht es mir mit den unheimlichen Momenten viel besser.

Gerade wenn ich meinen Schäferhund neben mir Laufen lasse und sie so richtig tief und laut bellt, habe ich keine Angst mehr.

Mir hilft das Kommando auch sonst immer mal wieder. Wenn ich zum Beispiel vor mir total rücksichtslose Spaziergänger habe die die ganze Strasse brauchen und ich nicht durch komme. Wie viele Leute machen einfach nie einen Schulterblick? Sobald dann hinten aber ein Hund bellt, wird einem Platz gemacht.

Wie ich das Kommando aufbaue

Wie beim Schütteln ist auch beim Bellen einfach die Situation als erster Schritt zu analysieren. Wann bellt mein Hund? Und wie kann ich diese Situation herbeiführen.

Wenn der Hund dann bellt, kommt das Kommando „Gib laut“ oder wie ihr gerne sagen möchte und danach das Leckerli.

Im Gegenteil zum Schütteln ist beim Gib laut Vorsicht geboten. Die Hunde sollten nicht damit beginnen, das Kommando selbständig auszulösen. Im Sinne von, ich belle einfach, dann gibt Frauchen mir dann schon was zu essen!

Eine andere Option ist es, deinen Hund einfach mal an einen Pfosten zu binden und vor ihn zu stehen. Wenn du das bei einem jungen Hund machst, ist es ziemlich sicher, dass er dich anbellen wird.

Sobald das Kommando gelernt ist, muss das Gegenkommando erarbeitet werden.

Mein Kommando fürs Ruhig sein ist das Kommando „ruhig“. Wenn Gin also neben mir bellt, kann ich ihr einfach sagen ruhig und sie hört damit auf. Das ist eine eher schwere Übung. Mit viel Geduld und vor allem Ruhe kann man den Hunden beibringen, ruhig zu sein. Auch hier ist die schnelle Reaktion der Bestätigung lebenswichtig.

Wie bei allen Kommandos, bei allen Übungen und bei jeder Ausbildung ist es wichtig, gut und richtig zu loben! Schnelle Bestätigung ist das A und O. Mehr dazu findet ihr in meinem Blogg nächstes Mal.

 

Wenn beide Kommandos gut sitzen, kann das Bellen und Ruhig sein in jeder Situation an und wieder abgestellt sein.
Wer zwei Hunde hat, kann das ganze auch noch optimieren. Ich kann beide Hunde vor mich setzten und dann sagen: Liv, gib laut. Dann bellt nur Liv. Danach wende ich mich zu Gin, gib laut und Gin bellt bis ich ihr sage, sie soll wieder ruhig sein.

 

Wenn ihr euch zutraut, dass eure Hunde das Kommando nicht gegen euch verwendet, dann baut es unbedingt in eure Training ein. Liv hat es auch geholfen, mehr Trieb auf dem Hundeplatz zu entwickeln. Bei Gin wurde es ebenfalls ein Ritual vor der Arbeit, in der Fuss Position ein Gib laut als Start fürs Training zu geben. Das Bellen macht das Tüpfchen auf dem i bei uns aus. Es dient als Konzentrations- und Motivationsstarter.

 

Ich wünsche euch viel Spass beim Üben.

Tags: Hunde Xenia
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