Scheinträchtig

So, nun habe ich den Salat. Gin war vor ca. 3 Monaten läufig. Seit einer Woche kommt sie mir merkwürdig vor, sie schleicht um mich rum, braucht noch mehr Körperkontakt als sonst und gestern kam’s, sie baute sich zuhause ein Nest! Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Tierarzt ist nun klar, klein Gin ist Scheinträchtig.

Die Definition eine Scheinträchtigkeit:
Wie der Name schon sagt zeigt sich die Scheinträchtigkeit als eingebildete Schwangerschaft. Die Hündin meint also, dass sie schwanger ist, obwohl sie nicht einmal gedeckt wurde. Meist trifft die Scheinträchtigkeit zwischen drei und 12 Wochen nach der Läufigkeit auf. 

Was sind die Ursachen?
Scheinträchtig werden unsere Hündinnen durch den bestimmten Einfluss von Hormonen. Wenn das Ende der Läufigkeit naht, werden mehr Gelbkörper Hormone produziert. Dadurch steigt die sogenannte Prolaktin Konzentration im Hundeblut. Dieses Prolaktin Hormon ist dafür zuständig, dass zum Beispiel das Gesäuge der Hündin wächst. Auch wird durch dieses Hormon die Milchbildung angeregt. Dazu kommt, dass das Abfallen vom Progesteron Spiegel ebenfalls eine Rolle spielt. Je steiler der Abfall ist desto höher wird das oben genannte Prolaktin produziert und dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Hündin scheinträchtig wird.

Wie bei uns Menschen gibt es auch bei Hunden jene, die einfach sensibler sind auf solche Hormonänderungen und andere die das ohne Probleme weg stecken.

Wie erkenne ich eine Scheinträchtigkeit?
Wie oben kurz erläutert ändert sich der Gemütsstand der Hündinnen bei einer Scheinträchtigkeit je nach Hund massiv. Gin zum Beispiel ist anhänglicher, wacht sehr viel mehr und schläft viel. Sie tobt aber in den wachen Stunden genau so herum, wenn nicht mehr als sonst. Gin baut in unserer Wohnung Nester, um dann da ihre imaginären Welpen aufzuziehen. Es gibt Hündinnen, die bemuttern Stofftiere, werden aggressiv oder verweigern Futter. Es kann sogar sein, dass die Hündinnen in einen depressiven Zustand fallen. Äusserlich sind geschwollene Zitzen mit teilweise Milchbildung sehr typisch.

Wenn Du definitiv wissen willst, ob deine Hündin scheinträchtig ist, kannst Du beim Tierarzt vorbei gehen. Wenn Du nicht sicher bist, dass die Hündin nicht gedeckt wurde, empfiehlt es sich, einen Ultraschall machen zu lassen.

 

Wie wird die Scheinträchtigkeit bei Hündinnen behandelt?
Im Normalfall dauert die Scheinträchtigkeit nur zwei bis drei Wochen. Die meisten Hundebesitzer gehen nicht zum Arzt. Du kannst deine Hündin unterstützen in dem Du ihr potenzielle Welpen wie Plüschtiere wegnimmst. So wird die Hündin nicht noch mehr in Stress geraten. Es ist wichtig, dass deine Hündin nicht am Gesäuge leckt. Dies kann sehr schmerzhaft sein und die Milchbildung wird noch stimuliert. Wenn die Zitzen sehr heiss werden, kannst Du diese mit Quark kühlen. Aber achtung, nicht ablecken lassen.

Wenn deine Hündin total neben der Spur ist, empfiehlt es sich, dass beim Tierarzt behandeln zu lassen. Der Tierarzt kann ein Mittel spritzen, so dass der Hormonhaushalt wieder geregelt ist.

Wie kann ich einer Scheinträchtigkeit vorbeugen?
Grundsätzlich gibt es nur eine Möglichkeit, die dagegen hilft, eine Kastration der Hündin.
Wir haben nun aber einen anderen Medikament freien Weg gewählt und sind zu unserer Tierheilerin welche auch Bioresonanz anwendet. Seit wir da waren, geht es Gin deutlich besser. Wenn Du daran glaubst, kannst Du deiner Hündin mit Homöopathie sehr gut helfen.

Eine andere Theorie sagt, dass die Hündinnen nach ihrer ersten richtigen Trächtigkeit nicht mehr so oft Scheinträchtig werden, da sie einmal Welpen hatten.

Fazit
Für mich ist ganz klar, wenn Gin nach ihrer nächsten Läufigkeit, die zweite in ihrem Leben, immer noch solche Probleme hat, werde ich eine Kastration auf jeden Fall in Betracht ziehen. Ich bin aber heute guter Dinge, dass wir mit ein wenig Homöopathie und der richtigen Behandlung durch meine Tierheilpraktikerin gar keine Scheinträchtigkeit mehr auftreten wird.

Herzlich, Xenia mit Gin und Liv

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