Der Shikoku - Die Japanische Hundeschönheit


Zu den vielen schönen asiatischen Hunderassen, von denen wir bis jetzt schon einige kennen gelernt haben, gehört beispielsweise auch der Shikoku. Neben dem Akita Inu, über den sich in unserem Magazin bereits ein ausführlicher Bericht befindet, gilt der Shikoku als der zweite Nationalhund Japans. Der eher seltene Hund ist trotz seiner extrem kleinen Verbreitung von der FCI als eigene, offizielle Rasse anerkannt worden. Was es mit diesem japanischen Hund auf sich hat, was man alles über ihn wissen sollte und welche ähnlichen Hunderassen aus dem japanischen Raum es auch noch gibt erfährst Du in diesem Blog:


Die Herkunft dieser asiatischen Hunderasse im Überblick:


Wie der Titel dieses Blogs schon verrät haben wir hier wieder mit einer Hunderasse aus Japan zu tun. Dieser asiatische Hund gehört zur japanischen Spitzfamilie und wird deshalb in die Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen, in der Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp, der FCI-Standarts eingeordnet. Neben dem Namen Shikoku trägt dieser Hund auch den japanischen Namen Kochi-Ken, wobei Ken das japanische Wort für Hund ist. Kochi steht für eine Gegend in Japan, in der diese Hunderasse früher zur Jagd von Wildschweinen und anderen Wildtieren eingesetzt wurde. Eine weitere Bezeichnung dieser Rasse ist der Name Mikawa Inu, der aber eher selten benutzt wird. Entstanden ist diese Hunderasse in Japan aus einer Kreuzung des Smooth Chow und des Nippon Inu, welcher leider heutzutage als ausgestorben gilt. Der ausgezeichnete Jäger ist sehr eigensinnig und wachsam.


Das Aussehen des Kochi-Ken oder Shikoku:


Shikoku Hündinnen werden um die 46 cm gross während die Rüden dieser Hunderasse mit ihren 52 cm gute 6 cm grösser sind. Das Gewicht sollte idealerweise zwischen 15 und 20 kg liegen. Die Lebenserwartung für den Kochi-Ken liegt etwa bei 9 bis 15 Jahren. Der kompakt gebaute Hund ist sehr gleichmässig proportioniert und seine Muskeln zeichnen sich sehr schön ab. Das Fell besteht aus einer weichen Unterwolle und rauhem, geradem Deckhaar. Die Farbvariationen sind sehr spannend und werden als Sesam bezeichnet. Da es verschiedene Varianten der Färbung gibt unterscheidet man zwischen dem Schwarzsesam, bei welchem mehr schwarze als weisse Haare zu finden sind, und dem Rotsesam, welcher als Grundfarbe einen rötlichen Ton aufweist und zusätzlich mit schwarzen Haaren ergänzt wird. Die Hundeohren sind eher klein und dreieckig. Die stehenden Ohren sind oft nach vorne zeigend aufgestellt und verleihen dem Hund einen wachsamen Ausdruck. Die kräftige eher dicke Rute ist auf dem Rücken zusammengerollt.

Der Shikoku als Begleithund:


Hingegen seiner ursprünglichen Bestimmung zum Jagdhund, der in den japanischen Provinzen auf die Jagd nach Wildschweinen mit genommen wurde, ist der Shikoku auch ein sehr guter Begleithund und eignet sich für diverse soziale Hundejobs. Der sehr selbständige Hund ist sehr wachsam und hat einen überaus treuen Charakter. Ihm liegt viel an seiner Bezugsperson und er weiss, wie man einen Menschen beschützen muss und ihm helfen kann. Vom Jagdtrieb sind vor allem die ausgeprägte Neugierde und eine sehr grosse körperliche Ausdauer zurück geblieben, was gute Voraussetzungen für einen Begleithund sind. Die sehr intelligenten japanischen Hunde sind mit einer guten, konsequenten Erziehung sehr gehorsam und vielseitig einsetzbar. Da ein ehemaliger Jagdhund natürlich immer noch gewisse Jagdinstinkte in sich trägt, sollte diese Energie in eine positive Richtung geleitet werden, was mit vielseitigem Spiel und Spass sicher gut gelingt. Dazu eignen sich beispielsweise gute, reissfeste Spielsachen, die sich nicht leicht zerstören lassen oder Seile und Taue, an denen sich der Hund richtig austoben kann. Um alle Triebe des Jagdhundes zu befriedigen ist zusätzlich auch ein Kauspielzeug sehr gut.


Hunderassen die mit dem Shikoku vergleichbar sind:


Neben dem bekanntesten Japanischen Hund dem Akita Inu gibt es noch einige andere vergleichbare Hunde, die aus Japan stammen. Der Shiba Inu ist ebenfalls ziemlich bekannt und auch beliebt unter den Hundebesitzern aller Welt. Er ist mit seinen knapp 40 cm etwas kleiner als der Akita Inu oder der Shikoku, sieht aber von den äusseren Merkmalen her den beiden vorher genannten Rassen sehr ähnlich. Weniger bekannt sind die weiteren japanischen Rassen wie zum Beispiel der Nippon Inu, eine Rasse von dem der Shikoku direkt abstammt und der leider ausgestorben ist, der Kishu Ken, der Ainu Ken, besser bekannt unter dem Namen Hokkaido, und der Kai Ken. Diese sehr ähnlich aussehenden Hunderassen gehören alle zur Gruppe der asiatischen Spitze und variieren vor allem in Grösse, Farbe und Fellzeichnung von einander. Die Asiatischen Hunderassen Bezeichnungen werden immer nach dem selben Muster zusammen gefügt. Ken oder Inu bedeutet beides in der japanischen Sprache Hund, das Kürzel vor dem Namen bezeichnet die Provinz aus der die Rasse stammt.


Japanische Hunderassen sind mir persönlich sehr sympathisch und ich hoffe Dir einen guten Einblick in die asiatische Hundezucht gegeben zu haben. Weitere Blogs über asiatische Hunderassen gibt es zum Japanischen Akita Inu, zum orientalischen Saluki, zum Thailändischen Ridgeback und zum chinesischen Shar Pei. Weitere Hunderassen werden nach und nach in unserem Magazin zu finden sein.

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