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Der Shar-Pei - Ein Hund mit Falten

Jeder von uns hat sicher schon einmal einen Faltenhund oder ein Bild dieser Rasse gesehen. Manche finden diese von überflüssiger Haut umgebenen Hunde schön, andere mögen diese Hunderasse gar nicht. Einer der wohl bekanntesten Faltenhunde ist der chinesische Shar-Pei, eine uralte Hunderasse aus dem Osten. Shar-Pei wird zwar mit Faltenhund übersetzt, bedeutet wortwörtlich aber etwas ganz anderes. Diese Rassenbezeichnung beschreibt nämlich nicht die speziellen Hautfalten, sondern die Fellfarbe dieser Vierbeiner, die meist eine sandartige Farbe hat. Shar-Pei bedeutet also übersetzt der Sand-Haut-Hund. Das eindeutigste Merkmal dieser Tiere sind aber dennoch die Hautfalten, die sich bei Welpen auf dem ganzen Hundekörper und bei adulten Tieren nur noch an Widerrist, Kopf und Schwanzansatz zeigen sollten. Die Falten in der Haut bilden sich bei den Jungen zwischen der 2. Und der 16. Lebenswoche und werden mit zunehmendem Hundealter immer weniger. Der rund 51 cm grosse Hund hat aber noch ein weiteres besonderes Merkmal: Nämlich sind die Zunge, der Gaumen und das Zahnfleisch nicht rosig wie bei anderen Hunderassen, sondern blau bis blauschwarz. Das Hundefell ist kurz, eher rau und borstig, weshalb der Hund trotz der Faltenbildung aus hygienischer Sicht sehr pflegeleicht ist. Besonders bei Hunden mit tiefen Falten sollte man als Besitzer aber darauf achten, dass unter den Hautfalten die Hygiene nicht vernachlässigt wird. So können sich beispielsweise wenn das Tier im Sommer oder bei grosser Anstrengung schwitzt, wunderbar Bakterien in den feuchten Hautfalten vermehren. Es ist also sinnvoll, trotz des pflegeleichten kurzen Fells, immer wieder mit einem Hygienetuch die Hautfalten auszustreichen und danach gut wieder ab zu trocknen. Die Rute wird stolz über dem Rücken oder zur einen Seite hin gekippt getragen und rollt sich je nach Hund mehr oder weniger auf.


Die Geschichte und Zucht des chinesischen Faltenhundes:
Der Shar-Pei ist bereits sehr lange ein Begleiter des Menschen. Seine Geschichte beginnt nämlich im Jahr 200 v. Christus zur Zeit der Han-Dynastie. Zu dieser Zeit gehörte der faltige Hund meist armen Leuten wie Fischern und Bauern und übernahm die Aufgaben des Jagd-, Wach- und Haushundes. Da diese Hunderasse die grösste asiatische Rasse war, die der Osten den Britischen Pitbulls und Bull Terriern entgegen halten konnten, wurde der Faltenhund lange Zeit ebenfalls als Kampfhund gehalten und musste an blutigen Hundekämpfen teilnehmen. Es wurde erzählt, dass die Hautfalten und das borstige Fell sehr vorteilhaft im Kampf seihen, trotz alledem wurde diese Rasse aber nie zum Kämpfen gezüchtet. Mitte des 20. Jahrhunderts sah es sehr schlecht aus um den bekanntesten Faltenhund der Welt, es soll nämlich nur noch ein Duzend seiner Exemplare gegeben haben, da die Zucht dieser Rasse nicht mehr so beliebt war. Im Jahr 1972 wurde der Shar-Pei an einer Ausstellung das erste Mal als orientalische Hunderasse vorgestellt und der Züchter Matgo Law aus Hongkong animierte die Asiaten zum Erhalt dieser einmaligen Hunderasse. Kurze Zeit später im Jahr 1976 wurde der Shar-Pei zur seltensten Hunderasse der Welt erklärt, da weltweit nur noch rund 145 Tiere existierten.

Der Charakter dieser faltigen Hunde:

So einzigartig wie sein äusseres Erscheinungsbild ist auch sein Charakter. Grundsätzlich ist der Shar-Pei ein sehr friedlicher Zeitgenosse, trägt aber noch die Grundzüge eines Jagd- Wach- und selten leider auch noch eines Kampfhundes in sich verankert. Die meisten Hunde reagieren deshalb schnell aggressiv, wenn sie angegriffen werden, sind aber freundlich, wenn man sie fair behandelt. Als ehemaliger Wachhund liegt ihm viel an der Familie, die er auch beschützt. Gegenüber Fremden Menschen ist dieser Hund dann oft sehr zurückhaltend. Da der Faltenhund zu dominantem Verhalten neigt, braucht er eine konsequente und feine Schulung und viel Geduld von seinem Besitzer. Aus diesen Gründen ist der Shar-Pei kein Anfängerhund sondern sollte nur in erfahrene Hände gegeben werden, um Missverständnisse oder sogar Unfälle mit dem Hund verhindern.

Rassetypische Erkrankungen beim asiatischen Faltenhund:

Aufgrund der starken Zuchtbemühungen nachdem der Shar-Pei beinahe ausgestorben wäre, wurden die Hunde mit immer extremer werdenden Falten gezüchtet, was heute wieder vermieden wird. Dieses verstärkte Faltenbild ist aber auch in der heutigen Zucht noch Grund für auftretende hormonelle Störungen, Hauterkrankungen oder Augenentzündungen. Zudem gibt es eine nach dem Shar-Pei benannte Krankheit namens Familial Shar-Pei Fever (FSF), bei dieser vererbbaren Erkrankung lagern sich Proteine in den Organen an und führen bei den meisten Hunden ca. im Alter von sechs Jahren zu Organversagen. Aufgrund dieser vererbbaren Rasseerkrankung und der Tatsache, dass der Genpool des chinesischen Faltenhundes immer noch sehr klein ist, sollte die Zucht dieser Hunderasse nur von erfahrenen Hundehaltern, die sich mit der Rasse lange genug auseinander gesetzt haben durchgeführt werden.

Die speziellen Falten treten in dieser extremen Form nur beim Shar-Pei auf, sind aber bei manchen Hunderassen der gleichen Gruppe, nämlich der Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde, ansatzweise ebenfalls vertreten. So zum Beispiel beim Mastino Napolitano, der ebenfalls in die Untergruppe der Molossoide gehört, aber aus Italien stammt. Wenn Du mehr über diese Hunderasse erfahren möchtest, findest Du in unserem Magazin einen Blog über diesen italienischen Kriegshund. Viel Spass beim Lesen wünscht Dir Dein Myluckydog Team.

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