Der Schweizer Nationalhund Barry

Vor 200 Jahren starb unser National Hund Barry. Die Geschichte über ihn lebt im Mythos weiter.

Die Heldengeschichten von Barry sind weltweit bekannt. Jeder möchte auf der Reise durch die Schweiz mehr über den Hund Barry erfahren.

Jeder kennt das Markenzeichen der Schweizer Bergwelt, Barry und sein Fässchen voll mit hochprozentigem Lebenswasser. Der Schnaps wurde von den Augustiner-Chorherren auf dem Hospiz abgefüllt und laut Geschichte von Barry über den St. Bernhard getragen. Doch was stimmt an dieser Geschichte? Und was verleiht Barry eigentlich diesen Zauber? Heute erzähle ich euch diese Geschichte.

Laut Geschichten soll Barry vierzig Menschen vor dem weissen Tod (Schnee) bewahrt haben.

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Doch beginnen wir die Geschichte von Anfang an. Seit dem 11 Jahrhundert hat das Hospiz auf dem St. Bernhard die Aufgabe, Menschen in Notsituationen Schutz zu gewähren. Die Augustiner-Chorherren bieten bis Heute jeder Person, unabhängig von der Nationalität, dem Adelstand oder der Herkunft, bei Gefahren in der Bergwelt eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit und etwas zu essen. Die einzige Voraussetzung für diese vorbildliche Gastfreundschaft ist, dass man zu Fuss unterwegs ist.

In der Zeit von Barry waren diese Gäste als Söldner, Dienstboten und Taglöhner beschrieben. Arbeiter, welche unterwegs waren um Arbeit zu finden. Diese gemischte Gesellschaft ruhig unter einem Dach zu bewirtschaften war wahrscheinlich nicht ganz so einfach. So geht man davon aus, dass der erste Hospizhund als Wach- und Schutzhund diente. Mit der Zeit kamen Bergführer den Chorherren zur Hilfe. Ab dem 17. Jahrhundert wurden die ersten Hunde zur Rettung von verschütteten und unterkühlten Menschen mitgenommen. Ebenfalls machte man sich einen Nutzen aus der exzellenten  Hundenase um verwirrte Bergwanderer ausfindig zu machen.

Die Hunde des Hospizes wurden mit ihrem ausgeprägten Orientierungssinn dazu gebraucht, Wege zu finden und neu zu pfaden. Sobald ein Hund einen verschütteten Reisenden fand, machte er mit lautem Bellen darauf aufmerksam.

Aus der heutigen Sicht ist die Heldentat von Barry eher ein Mythos wie eine wahre Geschichte. Und doch sind wir dankbar, dass in diversen Geschichten wie zum Beispiel vom bekannten Globi Hörspiel der Barry als Retter und Held der Nation gefeiert wird.

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Seit 2005 leitet die die Fondation Barry in Martigny die Zucht der Barry Hunde von den Chlorherren übernommen. Die heutigen Bernhardinerhunde sehen dem einstigen Barry jedoch nicht sehr ähnlich. Ein stattlicher Bernhardiner ist für leichtfüßige und sehr ausdauernde Rettung im Schnee nicht optimal geeignet. Die hübschen Riesen dienen als Wachhunde und bringen grandiose Eigenschaften als Familienhunde mit. Sie werden Heute als Therapiehunde aber auch als Sporthunde eingesetzt.

 

Fazit ist, dass Barry im Jahr 1814 friedlich in Bern gestorben ist. Laut der Geschichte ist der altgewordenen Barry mit einem Pater zu Fuß nach Bern gewandert. Dort verbrachte er die letzten Jahre und verstarb dann.

 

Bis Heute ist in dem Hospiz in St. Bernhard immer ein Bernhardiner mit dem Namen Barry zuhause.

 

 

 

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