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Der Hund im Schweizer Gesetz - Das musst Du wissen!

Hast Du Dich auch schon mal gefragt, wie die rechtlichen Grundlagen für unsere lieben Vierbeiner eigentlich geregelt sind? Was Du als Hundehalter oder Hundehalterin beachten und wissen musst? Ich habe mir genau diese Fragen gestellt und für Euch eine Zusammenfassung ausgearbeitet.

Die Grundlage:

Seit anfangs Januar 2007 hat sich der Bund gegen die traditionelle Hundemarke entschieden. Neu wird jeder Hund gechipt. Durch diesen Eingriff sind alle Hunde einheitlich erkennbar. Dies dient zum Beispiel bei einer Hundebiss Attacke oder bei Diebstahl zur Identifizierung. Alle Hunde sind somit in einer Datenbank hinterlegt. Diese Datenbank ist bei uns das Animal Identity Service (ANIS). Adressänderungen, Tod des Tieres oder Halterwechsel müssen immer diesem ANIS gemeldet werden. Züchter dürfen ihre Welpen grundsätzlich nur mit Chip an die neuen Hundehalter abgeben.

Vorschriften zur Hundehaltung:
Als Besitzer von einem Hund hast Du spezielle Vorschriften, welche Du laut Gesetzt einhalten musst. Folgende Punkte sind in diesen Regelungen abgedeckt:
- Dein Hund muss jeden Tag ausreichend Kontakt mit Menschen und wenn irgendwie möglich mit Artgenossen haben.
- Jeder Hund muss jeden Tag genügend im Freien ausgeführt werden.
- Als Auslauf gelten keine Kettenhaltungen und Zwinger
- Du bist verpflichtet, dass dein Liebling sich gut in dein soziales Umfeld einfügt und Menschen und anderen Hunden gegenüber korrekt auftritt.
- Bestrafung durch übermässige Härte, Stachelhalsbänder oder elektronische Schocker etc. sind strikt verboten. Hunde dürfen NICHT mit Schmerz bestraft werden.
- Dein Hund darf Mitmenschen und andere Vierbeiner nicht gefährden.
- Du bist dafür verantwortlich, dass deine Hunde sich nicht übermässig vermehren.

Versicherung:
Grundsätzlich kann jeder selber entscheiden, ob er für seinen Hund eine Haftpflichtversicherung abschliessen möchte oder nicht. Ausser im Kanton Zürich gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Lebst Du jedoch mit deinem Hund in Zürich, bist Du dazu verpflichtet eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens einer Million bei deiner Versicherung für deinen Liebling abschliesst.

Der Sachkundenachweis für Hunde:

Der Sachkundenachweis ist wie ein Auto Billet für den Hund. Hundehalter, welche sich frisch einen Hund zu tun, müssen vorab einen Theoriekurs absolvieren. Wenn Du jedoch schon einen oder mehrere Hund hast und bereits einen Theoriekurs besucht hast, erübrigt sich das bei einem weiteren Hund. Im Theoriekurs lernst Du wichtige Punkte zum Thema Fütterung, Sicherheit im Alltag und den richtigen Umgang mit deinem Liebling.

Den praktischen Teil dieser Ausbildung musst Du aber mit jedem Hund neu machen. Meistens werden die Kursinhalte in 4-6 Lektionen aufgeteilt. Such Dir einen Kurs aus, der Dir von allen Daten passt. Es ist zwingend, dass Du jede Lektion besuchst.
Die Inhalte der einzelnen Lektionen sind in etwa so:

1. Wie baue ich ein Lob auf? Danach trainierst Du den Blickkontakt, die Leinenführigkeit und einen korrekten Rückruf.

2. In der zweiten Stunde kommst Du zu den Kommandos Sitz und Platz (mit und ohne Handzeichen). Der Rückruf wird nochmals geübt und am Schluss wird gespielt.

3. Danach werden die Kommandos von Lektion eins und zwei auf grösseren Distanzen und zum Beispiel im Wald geübt.

4. In Lektion vier werden eure Hunde mit Situationen konfrontiert, die im Alltag keine Probleme auslösen dürfen. Solche Stresssituationen können sein: eine Person an Krücken oder im Rollstuhl, Personen mit Kapuze oder verkleidet. schnelle Bewegungen und ungewohnte Geräusche.

5. Eine weiter gute Übung ist ein Besuch in der Stadt. So lernt ihr gleich, wie ihr im Verkehr und grösseren Menschenmassen mit euren Hunden klar kommt.

Mir ist völlig bewusst, dass manch Vierbeiner von Euch mit diesen Übungen vertraut ist und das wahrscheinlich sogar schon beherrscht. Obligatorisch ist es trotzdem, mache also das Beste draus, übe die Kommandos und teste deine und deinem Liebling seine Fähigkeiten auf neuem Gelände.
Für den Sachkundenachweis empfehle ich Dir folgende Utensilien:

- Eine Leine ohne Ringe, dies ermöglicht Dir den Hund auch ohne anzuleinen loszulassen.
- Ein Spielzeug nach deiner Wahl.
- Kleine und eher weiche Leckerlis.
- Bei kleinen Hunden oder Kurzhaar Hunden würde ich im Winter ein Mäntelchen empfehlen. Gerade für Welpen ist eine Stunde im Schnee schon sehr kalt und lang.
- Mach Dir am Besten einen Ordner wo Du alle Theorie Unterlagen ablegen kannst. Wer weiss, vielleicht bist Du irgendwann mal froh um diese Informationen.

Listenhunde:

In 12 von 26 Kantonen in der Schweiz gibt es sogenannte Rasselisten für Hunde. Die Kantone, OHNE diese Liste sind: Appenzell, Glarus, Bern, Graubünden, Zug, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, die Urkantone sowie Jura.

Führend mit Hunderassen auf dieser Liste ist der Kanton Tessin. Ganze 30 verschiedene Rassen führ dieser als Listenhund. Zürich, Genf, Freiburg und Wallis haben sogar jeweilige Rassen komplett verboten. Das heisst, auch mit Bewilligung dürfen diese Hunde nicht gehalten

Diese Liste bedeutet also nicht gleich dass Du keinen Welpen dieser Hunderasse kaufen kannst. Wenn Du folgende Punkte erfüllst, ist das überhaupt kein Problem:

- Du musst mindestens 18 Jahre alt sein
- Du darfst keine Verurteilungen haben, welche einen verantwortungsbewussten Umgang mit Hunden in Frage stellen könnte.
- Haftpflichtversicherung mit Deckungssumme von mindestens einer Million Schweizer Franken.
- Du musst genügen Fachkenntnisse über Hunde und Hundehaltung haben. (Dies musst Du Vorweisen können.)

Erkundige dich, was in deinem Wohnkanton für Bestimmungen gelten und welche Rassen erlaubt sind.

Meiner Meinung nach sind Regeln und Gesetzte wichtig für ein geordnetes "miteinander" Leben. Über Sinn und Unsinn mancher Verordnungen kann man sich jedoch streiten. :-)

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