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Der Horror für jeden Hundehalter –Diagnose Hüftdysplasie beim Hund


Das Gespenst Hüftdysplasie, kurz HD genannt, geistert immer und überall umher. Es bringt Angst und Schrecken über jeden Hundezüchter!
Doch was genau ist diese Hüftdysplasie bei Hunden? Im heutigen Beitrag möchte ich über diese Krankheit aufklären, Ursachen aufdecken und zeigen, wie HD behandelt wird.

Was genau ist HD?

Unter dem Begriff Hüftdysplasie versteht man eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die gelenksbildenden Knochen, der Oberschenkelkopf und die Gelenkspfanne fügen sich nicht korrekt in einander. Meistens ist die Fehlbildung auf beiden Seiten der Hüfte, kann aber unterschiedlich fest auftreten.
Hüftdysplasie entsteht innert den ersten 15 Monaten von jedem Hundeleben. Später kann sich nur das Ausmaß der Arthrose noch verschlimmern.
Bei jungen Hunden zeigt sich die HD vor allem durch ein äußerst lockeres Hüftgelenk. Je älter der Hund wird, umso grösser wird die Abnützung und die sogenannte Arthrose.

Von wo kommt die Hüftdysplasie bei Hunden?

Die Grundlage für HD ist das Erbgut. Es wird vermutet, dass die Stabilität und das dazugehörige Bindegewebe, welches Gelenkskapseln bildet, eine wichtige Rolle spielen. Somit kann zum Beispiel das Gen für schlechte Stabilität weiter vererbt werden.

Was sind die Folgen von HD?

Im Normalfall werden die Hüftgelenke bei Bewegung regelmäßig, zyklisch belastet. Für gesunde Hüftgelenke ist diese Belastung problemlos das ganze Leben tragbar.
Hunde mit HD, also fehlgebildeten oder instabilen Hüftgelenken führ die wiederkehrende falsche Belastung zur Schädigung des Gelenkknorpels und zu Zerrungen der Bänder und Gelenkkapseln. Auf dem Röntgenbild sieht man diese Verformungen dann als Arthrose. Für die Hunde ist diese Fehlbildung schmerzhaft und sie versuchen die Hintergliedmaßen so wenig wie möglich zu belasten. Schmerzen und Fehlbelastung führen zu einem Mechanismus welcher Muskelschwund auslöst. Muskelschwund fördert dann die Arthrose weiter da die stützenden Muskeln rund ums Hüftgelenk immer mehr nachlassen.
Patienten mit hochgradiger oder mittlerer HD zeigen sich weniger aktiv. Sie liegen lieber, haben Mühe beim Aufstehen und zeigen Lahmheit an der Hinterhand. Vor allem nach langem Liegen auf kaltem Boden.
Hier wird empfohlen, dem Hund eine wärmende Decke oder ein wärmendes Kissen anzubieten. Wie bei uns Menschen löst auch bei Hunden die Wärme die Muskelverspannungen.
Ständige Schmerzen zeigen sich mit der Zeit auch am Charakter der Hunde. Durch die Bewegungseinschränkung fühlen sie sich oft deprimiert und zeigen keine Freude mehr.

HD Diagnose, wie wird diese gestellt?

Das Hüftgelenk wird anhand von Röntgenaufnahmen untersucht und so kann der Tierarzt die Diagnose HD stellen. Wie oben bereits beschrieben sind sichtbare Veränderungen am Oberschenkelkopf oder an der Gelenkspfanne erkennbar.

Hüftdysplasie unterteilt sich in fünf verschiedene Schweregrade, welche man erkennen kann.


A = HD frei
B = Übergangsform
C = leichtgradiges HD
D = mittelgradiges HD
E = hochgradiges HD

Ist HD Rassenabhängig?

Grundsätzlich kann jeder Hund von HD befallen sein. Studien zeigen aber auf, dass zum Beispiel Huskys und Belgische Schäferhunde eher nicht von HD befallen sind. Neufundländer, sämtliche Retriver und Deutsche Schäferhunde sind jedoch eher Risiko Kandidaten. Erschreckende Raten haben zum Beispiel Bernhardiner und Gordon Settern, dort liegt die Wahrscheinlichkeit bei 60 – 70%! Diese Zahlen beruhen auf einer Studie welche vor ca. 10 Jahren durchgeführt wurde! Nur durch intensive Bemühungen der Züchter kann eine solche Rate zurückgehen. Vor allem bei Bernhardiner ist das sehr gut gelungen, es werden immer weniger HD Diagnosen gestellt. Leider wurde gerade bei den Bernhardiner jahrelang nicht auf die HD freie Hüfte geschaut. Somit konnten mit HD befallene Zuchttiere immer wieder weiter gezüchtet werden.
Grundsätzlich sind vor allem Schlittenhunde und alte Jagdhunderassen nicht von HD betroffen.
Lange wurde vor allem die Leistung und das Aussehen der Hunde bei Zuchten berücksichtig. Dies führte zu überbauten Körper. Heute ist zum Glück die Gesundheit der Hunde an vorderster Stelle!
Die Frage ist nun aber, wieso kommt HD dann immer noch so häufig vor?
Problematisch ist, dass immer noch Hunde zur Zucht zugelassen sind die nicht nur ein A in der HD Bewertung haben. Bei dem Bernhardiner zum Beispiel dürfen Hunde mit den Werten A, B oder C als Zuchttiere verwendet werden. Somit kann ein Welpe das HD Gen sogar offiziell erben. Wie oben beschrieben ist C bereits leichtgradiges HD!
Nur wer komplett HD freie Zuchttiere verwendet und auch deren Familienstammbäume kontrolliert, kann garantieren, dass die Welpen HD frei sind! Jeder Hundekäufer hat das Recht, einen gesunden Hund zu erhalten!

Wie kann man den Hund sonst noch unterstützen?

Es ist erwiesen, dass jeder Hundehalter die Gesundheit seines Hundes positiv beeinflussen kann. Hier ist das Futter vor allem maßgebend. Welpen, welche schon von Beginn an sehr schnell wachsen und zu schwer sind leiden eher an Fehlentwicklungen der Gelenke. Zusätzlich fördern zu viel Kalzium diese Fehlbildungen ebenfalls. Kalzium wird als klarer Förderer von HD benannt! Achte darauf, dass das Futter extra für Welpen geeignet ist! Hier findest Du Welpenfutter.

Fazit:

HD kann also nur durch Paarungsbeschränkungen verhindert werden. Gesunde Nachkommen werden automatisch zu kleineren HD Resultaten führen. Bei einer Verpaarung sollten die Geschwister und die eigenen, bereits bestehenden Welpen kontrolliert werden. So würde eine sogenannte Zuchtwertschätzung entstehen. Anhand dieser Schätzung können die Züchter die Hunde viel besser auswählen und zusammen führen. So würden alle Welpen ein unterdurchschnittliches Risiko für HD haben. Somit ist die Zuchtzulassung nicht vom HD Resultat der einzelnen Tier abhängig, sondern von dem Risiko für die Nachkommen. Diese Strategie ist aber nur sinnvoll, wenn die Züchter ihre Nachkommen genau planen.

Du als Hundekäufer kannst jedoch auch zur Verbesserung der HD Statistik beitragen.
Je mehr Hundekäufer auf komplett HD freie Tiere und Elterntiere bestehen, umso mehr Wert werden die Züchter auf diesen Kritikpunkt legen. Also, Augen auf beim Hundekauf und verlange sämtliche Informationen!

 

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