Der eigene Garten – Ein Hundeparadies?

Langsam wird es wieder wärmer und unsere Gärten blühen auf, werden neu bepflanzt und gepflegt. Wir verbringen wieder mehr Zeit im Grünen vor dem Haus und natürlich fehlt da auch unser vierbeiniger Begleiter nicht. Doch so ein Garten ist für den Hund leider nicht immer das idyllische Erholungsparadies, das wir ihm damit bieten wollen. Die Blumenbeete sind sowieso tabu, das Geschäft auf der Wiese zu verrichten ebenfalls, alle spannenden Dinge sind gefährlich und ausserhalb vom Zaun sind Eindringlinge und neue Beschnüfflungsobjekte. Worauf man achten muss, wenn man seinen Garten mit dem Hund teilen will und wie man möglichen Problemen mit dem Hund oder den Nachbarn aus dem Weg geht, erfährst Du im heutigen Blog.

Im Garten lauern diverse Gefahren für unsere Hunde:

So ein Garten ist was tolles, aber viele Gartengeräte sind für einen neugierigen Hund sehr gefährlich. Man muss immer darauf achten, dass keine Maschinen herumstehen, an denen sich ein Hund verletzen könnte, deshalb verwahrt man am besten alle Geräte wie zum Beispiel Rechen, Rasenmäher, Sägen, Nägel etc. in einem abschliessbaren Schuppen in einer Ecke des Gartens oder im Haus. Auch giftige Substanzen wie Frostschutzmittel, Kunstdünger oder Mittel zur Schädlingsbekämpfung sollten nie für den Hund zugänglich sein. Behandelte Pflanzen sollten abgesperrt werden oder der Einsatz von chemischen Giftstoffen wird am besten ganz weg gelassen. Auch in Teichen sind oft chemische Mittel gegen Algen etc. vorhanden, die für einen Hund sehr giftig sind. Achte deshalb darauf, dass der Hund das Teichwasser nicht trinken kann oder sogar in den Teich fallen und nicht mehr herauskommen könnte. Natürlich gibt es auch natürliche Giftstoffe, die für den Hund verheerende Wirkungen haben können. Informiere Dich deshalb vor der Bepflanzung des Gartens nach Giftpflanzen, zum Beispiel Lilien, Goldregen, Buchsbaum, Eibe, Efeu, Krokus etc. und giftigen Gemüsesorten wie zum Beispiel rohe Kartoffeln, Schnittlauch, Zwiebeln und Bärlauch.

Tabuzonen – Welche Plätze darf der Hund im Garten nicht betreten?

Wir kennen es sicher die meisten, das idyllische Bild eines Hundes umringt mit schön bepflanzten Blumenbeeten. Doch leider existieren penibel gepflegte Beete neben einem Hund nicht lange. Einmal durchschnüffeln und sich vielleicht mal drin wälzen oder ein bisschen in der Erde wühlen und schon ist das schöne Blumenmeer dahin. Wenn man seine Beete frei von Hundespuren haben will, muss man seinem Haustier von Anfang an erklären, dass dieser Bereich strikt tabu ist. Dabei helfen oft deutliche Absperrungen wie Randsteine mit einem Plattenweg vor den Beeten oder um ganz sicher zu gehen einen Zaun. Überlege Dir auch schon beim Anlegen der Beete, wo Dein Hund am ehesten rumtoben wird und wo die Beete am sichersten stehen. Direkt am Gartenzaun zur Strasse hin werden die Blumen kaum überleben, denn das ist die Rennstrecke vieler Hunde, die aus Langeweile oder Neugier den Passanten nachrennen. Auch Teiche sind meistens als Tabuzone für den Hund zu betrachten. Gerade badefreudige Hunde ernennen einen Teich sofort zu ihrem persönlichen Swimming Pool, wenn man es ihnen nicht von Anfang an als tabu präsentiert. Falls der Hund schon älter ist, oder Du noch einen Welpen hast, ist es in jedem Fall sinnvoll den Teich einzuzäunen, damit keine Unfälle passieren. Wenn man den Hund ohne Zäune daran hindern will gewisse Zonen zu betreten, muss man sich am Anfang mit viel Geduld hinsetzen und dem Hund mit konsequenter Erziehung die Tabuzonen zeigen. Hier bietet sich auch an, mit einer Schleppleine zu arbeiten, an der der Hund dann zurückgehalten werden kann, wenn er sich in eine Tabu Zone begeben will. 

Der Garten als Ersatz zum Spaziergang:

Leider ist ein Hund nicht einfach damit zufrieden im Garten herumsitzen zu dürfen und sich selber zu beschäftigen. Das Rauslassen in den Garten darf also nie den täglichen Spaziergang oder die Spielstunde mit Dir ersetzen! Die Annahme, dass ein Garten dem Hund also Bewegung und Spass verschafft ist leider oft falsch, denn der Hund ist ein Rudeltier und sitzt nicht gerne täglich auf ein und derselben Wiese, und das auch noch alleine! Verbringe Deine Zeit zusammen mit dem Hund im Garten oder nutze die eigene Wiese als Trainingsplatz, aber lasse Deinen Vierbeiner nicht stundenlang alleine draussen stehen. Es gibt Hunde, die sich brav wie Gartenzwerge in den Garten setzen oder legen und darauf warten bis sie wieder mit ihrem Menschen zusammen etwas unternehmen können, es gibt aber viel öfter den Typ Hund, der sich dann halt alleine zu beschäftigen versucht und dabei auf diese Tabus stösst, die oben aufgeführt sind. Buddeln, Passanten anbellen, am Zaun entlang rennen, Sachen anknabbern und zerstören oder ausbrechen und die Nachbarschaft erkunden, all dies sind Dinge, die wir von unserem Hund nicht wollen, die aber oft aus Langeweile getan werden. Ein Spielzeug, das den Hund vor all diesen Unarten abhalten soll, hilft leider meist wenig, denn auch ein Spielzeug kann schnell langweilig werden, wenn niemand da ist, der mit dem Vierbeiner zusammen spielt. Wenn man also Ärger mit dem Hund und den Nachbarn verhindern will lässt man den Hund am besten nicht zu lange und nicht immer alleine in den Garten raus sondern sieht diesen Platz als gemeinsamen Erholungs-, Spiel- und Trainingsplatz an.

Nun weisst Du ein bisschen mehr über Deinen Garten und was er für Deinen Hund bedeutet. Ich verbringe im Frühling und im Sommer viel Zeit draussen vor dem Haus, wo der Hund dann zufrieden nebenan liegen kann und sich in der Gesellschaft seines Rudels auch wohl fühlt. Das Myluckydog Team wünscht Dir und Deinem Vierbeiner schöne Stunden im hundegerechten Garten.

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