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Der Caninus-Steilstand - Was tun bei dieser Zahnfehlstellung?

 

Eine der häufigsten Zahnfehlstellungen, die nicht rassespezifisch ist sondern von Rassehund bis hin zum Mischling alle Hunde betreffen kann, ist der Caninus-Steilstand (auch Caninus-Engstand genannt). Dabei wachsen die unteren Fangzähne nicht korrekt an ihrem Platz in die Höhe, sondern weichen von ihrer Bahn ab. Im schlimmsten Fall kommt es sogar vor, dass sich die Fangzähne im Oberkiefer einbeissen, was nicht nur zu höllischen Schmerzen, sondern auch zu schlimmen Verletzungen führt. Nun wurde mit Studien bewiesen, dass diese Erkrankung zu einem sehr hohen Prozentsatz genetisch beeinflusst wird. Wie genau das funktioniert und was man gegen diese Zahnfehlstellung machen kann, wird im heutigen Blog beschrieben.

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Die Ursache und das Erscheinungsbild des Caninus-Steilstandes:

 

Wie in der Einleitung bereits beschrieben wachsen die unteren Fangzähne bei dieser Fehlstellung nicht gerade nach oben, sondern weichen von ihrer Position ab. Für die Position des Zahnes gibt es eine Klassifizierung, die von Grad 1 bis Grad 4 verläuft. Diese Grade bezeichnen die Auftreffstelle des Fangzahnes auf dem Zahnfleisch des Oberkiefers. Dabei gilt, dass Erkrankungen ersten Grades am leichtesten sind, wobei die Fehlstellungen vierten Grades schlimme Notfälle bezeichnen. Beim ersten Grad ist es so, dass der untere Zahn das Zahnfleisch des oberen Kiefers berührt und dagegen drückt. Erkrankungen diesen Grades wachsen sich meistens mit dem Wechsel von Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen aus und sind nicht weiter schlimm. Anders bei Grad 4; Diese Erkrankungen beschreiben alle Zähne, die so weit nach innen ragen, dass der obere Zahn ihn verdeckt und die Zahnspitze zwangsläufig in den oberen Kiefer einbeisst. Dies kann nicht nur zu schweren Verletzungen im Zahnfleisch sondern auch zu Verletzungen der Zähne führen. Eine Korrektur der Fehlstellung ist aber möglich, denn auch für Hunde gibt es Zahnspangen. Alternativ kann man auch mit festen Massen den Fangzahn am Einbeissen in den Oberkiefer hindern und so Verletzungen durch die Erkrankung vorbeugen.

 

Die Ursachen für eine solche Fehlstellung kann unterschiedlicher Natur sein. Eine genannte Ursache können persistierende Milchzähne sein, was auf Deutsch heisst, dass die Milchzähne sehr spät oder gar nicht ausfallen. Somit behindern die bleibenden Milchzähne die zweiten heraufkommenden Zähne und sorgen dafür, dass die bleibenden Zähne nach innen gekippt wachsen müssen. Wenn bei den regelmässigen Zahnkontrollen aber erkannt wird, dass die Milchzähne eigentlich raus müssten, kann man einen Caninus-Engstand noch genug früh verhindern. Eine andere Ursache ist skelettbedingt. So ist zum Beispiel oft ein zu kurzer Unterkiefer Schuld für eine Zahnfehlstellung dieser Art. Gerade bei dieser Ursache kommt nun die Genetik ins Spiel. Diese Ursache wird nämlich laut neuer Studien genetisch vererbt. Genaueres zur Vererbung dieser Erkrankung findest Du im nächsten Abschnitt.

 

Der Caninus-Engstand – Inwiefern ist diese Zahnfehlstellung genetisch beeinflusst?

 

Nach dem die Caninus-Fehlstellung in den letzten Jahren stark zu genommen hat und sogar ganze Würfe betroffen waren, nahmen einige Leute aus Zuchtverbänden und einige Studierte die Aufgabe ernst, den genetischen Einfluss dieser Erkrankung zu erforschen. Es gibt bereits Rassen, bei denen 70 Prozent der Hunde mit einem Caninus-Engstand im Welpengebiss aufwachsen. Die Studien begannen bei den Rassen English Cocker Spaniel, English Springer und American Cocker Spaniel, da sich vor allem deren Zuchtvorstand um dieses wachsende Problem kümmerte. Anhand der Daten von 23‘000 Welpen wurde fest gestellt, dass durchschnittlich sechs Prozent aller Hunde betroffen sind. Aber nicht für jede dieser drei Rassen war der Wert identisch, so fand man beim English Cocker Spaniel 12.3 Prozent der Welpen mit einer Fehlstellung vor, beim English Springer waren es sogar 16.5 Prozent und beim American Cocker Spaniel nur 2.9 Prozent. Diese und weitere Studien bestätigen zweifelsfrei eine erbliche Veranlagung. Die nachgewiesene Erblichkeit dieser Fehlstellung beträgt nach der Analyse von über 10‘000 Hunden und deren Nachwuchs je nach Rasse 22 bis 32 Prozent. Beim Erbgang handelt es sich jedoch nicht, wie sehr oft in der Genetik, um einen dominant-rezessiven Fall, sondern um eine intermediäre Vererbung. Das bedeutet, dass sich die verschiedenen Erbinformationen (so gennante Allele) gleichwertig verhalten und nicht das eine gegenüber dem anderen dominant ist. Somit sind die Übergänge der Ausprägungsstufen fliessend und es gibt nicht nur ein „betroffen“ oder „nicht betroffen“. Fakt ist, dass Hund mit einer schweren Zahnfehlstellung auf keinen Fall gezüchtet werden sollten um die Verbreitung des Caninus-Engstandes zu vermindern.

 

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