Dein Hund ist allergisch gegen Hausstaubmilben? Das musst Du wissen:

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Allergien gibt es leider sehr viele und es sind mehr Hunde auf irgend etwas allergisch als man denkt. Dass ein Hund allergisch ist erkennt man sehr schnell aber heraus zu finden auf was der Hund so reagiert ist nicht immer ganz einfach. Viele Hunde sind auf Gräser allergisch oder auf Bestandteile die sich im Hundefutter finden. Es gibt aber auch ganz gemeine Allergien gegen Milben und andere parasitische Lebewesen. In diesem Artikel wollen wir uns die Allergie auf Hausstaubmilben einmal genauer anschauen und sehen wie man mit einer solchen Allergie um gehen muss.

Was sind Hausstaubmilben genau und wo findet man sie?

Hausstaubmilben gehören zu der riesigen Gruppe der Spinnentiere. Insgesamt gibt es weltweit bisher 49 Arten von Hausstaubmilben. Davon leben rund 13 Arten in Hausstaub, das bedeutet sie sind überall in menschlichen Behausungen zu finden. Allerdings sind nur sechs oder sieben Arten davon wirklich häufig zu finden. Es gibt aber auch noch weitere Milbenarten, die bevorzugt in Häusern leben, besonders zahlreich sind diese aber in den Tropen und nicht in unseren eher kälteren Breitengraden. Ursprünglich lebten die Hausstaubmilben natürlich nicht in menschlichen Gebäuden sondern an anderen bewohnten, warmen Nischen, zum Beispiel in Vogelnestern. Von dort sind sie dann mit der Zeit auf menschliche Behausungen umgestiegen und dadurch weltweit verschleppt und verbreitet worden. Nun gibt es sie praktisch überall, doch wo genau in der Wohnung verstecke sich diese Tiere? Die winzig kleinen Milben sitzen bevorzugt in Matratzen und Kopfkissen, weil dort reichlich Hautschüppchen als Futter sowie genug Feuchtigkeit vorhanden sind. Aber auch gepolsterte Möbel wie zum Beispiel Sofas sind sehr beliebte Aufenthaltsorte von Milben. In Teppichen sind sie eher weniger, können aber je nach Teppich auch dort in ziemlich hohen Anzahlen auftreten. Die hauptsächlich allergieauslösenden Faktoren der Milben sind ihr ausgeschiedener Kot, ihre Eier sowie Milbenreste von toten Tieren. Diese drei Substanzen enthalten einige Bestandteile, die Allergien auslösen können. Der Kot, die Eier der Milben und die toten Milben verteilen sich als extrem feiner Staub in der ganzen Wohnung, werden eingeatmet und haben so die idealen Bedingungen um in einem Menschen oder Hund eine Allergie her vor zu rufen. Von den gesamthaft 49 Arten sind nur vier Arten bekannt, die nachweislich für Allergien verantwortlich sind.

Was kann ich gegen Hausstaubmilben in meiner Wohnung machen?

Es gibt nun einige mehr oder weniger aufwändige Methoden um die Milben so gut wie möglich von der Wohnung und so auch vom allergischen Hund fern zu halten. Reinigung und Behandlung von Milben ist leider meist auf Dauer nicht sehr effektiv, da sich diese Tiere extrem schnell einschleichen und dann blitzartig vermehren und wieder überall sind. Dauerhafte Lösungen sind also meist am Anfang etwas aufwändiger, dafür halten sie dann auch lange an. Am idealsten startet man mit der Milbenvertreibung an dem Ort, wo auch am meisten Milben sind: bei den Betten, Matratzen und Sofas und dazu zählen leider auch die kuschligen Hundebetten. Milben sitzen in fast allen herkömmlichen Materialien gern die wir kuschlig und angenehm finden. Für Hundebetten kommt also leider nur ein Material in Frage wo sich keine Milben ansiedeln können. Dazu gehören zum Beispiel Leder und Kunstleder. Für einen Hund der sich weiche flauschige Betten gewöhnt war eine grosse Umstellung. Alternativ kann aber auch ein Material verwendet werden, dass man bei mindestens 60°C waschen kann, dann sterben die Milben nämlich ab. Also zum Beispiel Frottiertücher über das Lederbett gelegt, die man dann aber ca. zweimal in der Woche waschen sollte, sind eine ideale Lösung. Natürlich kann man nicht alle Sofas und die eigenen Betten durch Lederwaren ersetzen. Allerdings sollte der Hund dann auch nicht mehr auf diese Möbelstücke gehen, und schon gar nicht auf ihnen schlafen! Bei Teppichen sind wie schon erwähnt nicht all zu viele Milben vorhanden, trotzdem ist es besser auch auf Teppich zu verzichten. Leider gibt es bei Teppichen nur ein Material, dass für Milben nicht attraktiv ist und das ist der Sisal-Teppich. Ansonsten ist Laminat, Parkett, Holz oder Stein eine gute Lösung für einen allergischen Hund.

Die Hygiene im Haushalt ist nun besonders wichtig und dazu gehört das tägliche Staubsaugen des Bodens. Aber herkömmliche Staubsauger saugen leider den Staub nicht nur ein, sie wirbeln ihn auch auf, und das ist für einen allergischen Hund extrem schlecht. Es gibt aber im Handel sehr viele Staubsauger, die extra für dieses Problem gemacht wurden und mit Extra Filtern oder einer kombinierten Nassaufnahme des Bodens funktionieren. Somit ist die staubfreie Reinigung der Wohnung auch kein Problem mehr. Auch Spielzeug von Hunden ist natürlich anfällig auf Milben. In Plüschtieren setzen sich gerne Milben an und wenn diese Plüschis dann nie gewaschen werden, oder nur kälter als 60°C bleiben die Milben auch dort und vermehren sich fortlaufend. Ein Hund der dann mit diesen Plüschtieren spielt, hat direkten Kontakt mit den Tieren und deren Ausscheidungen, was für den Hund natürlich extrem unangenehm ist. Plastik und Holzspielzeuge sind keine Probleme und können vom Hund weiterhin benutzt werden. Auch Plüschtiere können weiter im Haushalt bleiben, aber sie müssen behandelt werden. Denn nicht nur Hitze tötet Milben ab sondern auch extreme Kälte. Wenn das Plüschtier also immer über Nacht im Gefrierfach bleibt, kann der Hund es problemlos benutzen. Auch selbst geknotete Spielzeuge aus gut waschbaren Geschirr- und Frottiertüchern sind super geeignet für einen allergischen Hund. Als letzter Punkt möchte ich noch das Futter erwähnen. In Trockenfutter das lange gelagert wird, hat es nach kurzer Zeit bereits unzählige Milben drin. Aber auch das Futter kann in den Tiefkühler, wo die Milben innerhalb einer Nacht oder eines ganzen Tages sicher absterben. Auch spezielle Allergiefuttermittel sind geeignet, je nach Hund und dessen Geschmack gibt es da unterschiedliche Möglichkeiten. Selber gekochtes Hundefutter ist natürlich ebenfalls gut geeignet, denn erhitzte Nahrungsmittel sind ebenfalls Milbenfrei. Dasselbe mit dem Einfrieren gilt übrigens auch für alle Hundeleckerlis für zwischendurch!

Zur Behandlung von Milbenallergien ist die Desensibilisierung zu erwähnen. Dabei wird dem Hund über einen sehr langen Zeitraum immer wieder eine sehr kleine Menge des allergieauslösenden Stoffes gespritzt und gehofft, dass der Körper seine eigen Abwehr stärkt und die Allergie irgendwann verschwindet. Diese Methode klappt in sehr vielen Fällen doch kann nicht bei allen Hunden die Allergie zum verschwinden bringen. Auch Spot-On gegen Milben sind hilfreich und sollen dann bei allen Hunden im Haushalt angewendet werden, nicht nur bei dem mit der Hausstaubmilbenallergie.

 

Mit diesen Informationen über Hausstaubmilben, kann man einem allergischen Hund den Alltag um einiges leichter und angenehmer gestalten und mit etwas Glück auch die Allergie bezwingen.

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