Das Rudelverhalten unserer Hunde – Die Rangordnung

In meinen Ferien habe ich ein Buch über die Beziehung von Hunden zu Hunden und Hunden zu Menschen gelesen. Nun hat mich das ganze Verhalten im Rudel mehr Interessiert und ich möchte euch meine Informationen gerne weitergeben.

Hunde, die in einem gleichartigen Rudel leben, also Hunde, die mit anderen Hunden zusammen leben, entwickeln automatisch ein Rudelverhalten. Heute möchte ich ein spezielles Kapitel aus dem Rudelverhalten anschauen, die Eifersucht.

Hunde streiten sich um Futter, Knochen oder Schlafplätze. Hunde die mit Menschen zusammen Leben streiten sich sogar um die „Liebe“ der Besitzer. Typisch für schlimme Eifersuchtskämpfe sind sehr dominante Rassen wie Dobermänner oder Weimeraner. Ebenfalls kann es zu bösen Rivalitäten kommen, wenn Geschwister aus dem gleichen Wurf im selben Haus leben. Hier ist es aber so, das es sicherlich auch viele Ausnahmen gibt.

Oft ist es leider so, dass die Rangordnung eigentlich klar ist, der „gescheite“ Mensch sich aber einmischt und so das Gefüge durcheinander bringt. Bei Hunden gibt es weder Gleichberechtigung noch Demokratie, die Verhältnisse sind ganz klar. Es ist immer einer der Hunde der Anführer und der andere Hund ordnet sich unter. Wir, als Hundehalter müssen diese Rangordnung akzeptieren, auch wenn es uns unfair oder unlogisch vorkommt. ¨

Wir können uns mit folgender Information selber helfen, unser Rudel besser zu verstehen und zu akzeptieren:
Hunde sind weder eifersüchtig noch haben sie verletzte Gefühle wie wir Menschen. Bei Hunden geht es lediglich um Konkurrenz und das definiert einer Rangordnung. Wenn wir uns das im Umgang mit unseren Hunden klar sind, werden sich einige Probleme von selber lösen.

Wichtig ist auch, dass wir das Rudel akzeptieren. Wenn wir also mehrere Hunde haben ist einer ganz klar der Chef, nennen wir ihn mal Rex. Wenn ich also einen meiner Hunde streichle und Rex kommt, mit seiner Körpersprache klar macht, dass er jetzt will, dann muss ich als Parteilose denn anderen Hund davon ziehen lassen und Rex den Vorrang gewähren. Wenn wir uns in einer solchen Situation einmischen und Rex weg schicken, wird der andere Hund für dieses, im Rudel angesehene, Fehlverhalten, bestraft.

Ein weiterer Fehler ist, sich bei Streit für den schwächeren Hund einzumischen. Wenn ich mich schützend vor den schwächeren Hund stelle und den stärkeren Hund auch noch bestrafe, bringe ich das Rudel durcheinander. Der schwache Hund fühlt sich durch mich gestärkt, der starke Hund wird in seiner Dominanz geschwächt. Fazit von so einem Konflikt ist, ein weiterer „Kampf“ um die Verhältnisse zu klären. Klar ist, dass keiner der Hunde den anderen zerfleischen kann, kleinere Raufereien gehören aber dazu. In einem funktionierenden Rudel, wo sich Hundehalter Mensch nicht einmischt, gibt es kleinere und größere Auseinandersetzungen, die aber innert Minuten geklärt sind. Je mehr wir uns aber einmischen, desto mehr wird das Rudel auseinander gerissen und wir hetzen die Tier schlussendlich aufeinander los.

Wie erkenne ich den dominanteren Hund?

Nun, jetzt wissen wir, wie wir unser Rudel leben lassen müssen, wir wissen aber noch nicht, wie man einen dominanten Hund erkennt. Meistens ist es der Hund, der zuerst zur Türe hinaus oder hinein geht, der Hund, der weiter vorne lauft und wenn die Hunde nebeneinander stehen oder sitzen, wir sich einer von beiden mit dem Körper und dem Blick leicht abwenden. Das sind so ganz typische Merkmale, welches der ranghöhere Hund ist. Ob das nun der kleine Welpe ist oder der senile Senior, für uns spielt das keine Rolle, wir akzeptieren die Rangordnung so, wie sie ist.

Was können wir als Hundehalter für ein harmonisches Rudel beitragen:

Sobald ich weiss, welcher der beiden Hunde der Anführer ist, kann ich mit einfachen und kleinen Gesten für eine klare Rangordnung sorgen. Ich unterstütze das Getue nicht, wehre mich aber auch nicht dagegen. Der Ranghöhere bekommt seinen Napf zuerst, kriegt den Knochen vor den anderen und ich leine ihn zuerst an. So vermeide ich unnötige Rangordnungskämpfe im Rudel ganz einfach. Hunde sind keine tyrannischen Rudelführer dir ihren „Untertanen“ täglich zeigen müssen, wie stark sie sind. Meistens reicht es, wenn sie zuerst an die Futterstelle können. Mir ist bewusst, dass unser menschliches Denken gegen solche Handlungen ist. Wir sind für ein faires und gleichberechtigtes Leben zusammen. Hunde sind das jedoch nicht. Hunde leben in der freien Wildbahn im Rudel, der Anführer frisst zuerst, bellt zuerst, bekommt alles was er will als Erster. Auch wenn unsere Haushunde seit Jahren nicht mehr von wirklichen Wildhunden abstammen, sind die erblich veranlagten Eigenschaften immer noch vorhanden. Wir können uns also diesem Schema einfach fügen und lernen unsere Hunde besser zu verstehen.  

Fazit:
Am Anfang von meinem Bericht schreibe ich darüber, über was unsere Hunde sich alles streiten. Futter, Schlafplatz und Aufmerksamkeit. Wenn wir unsere Hunde lernen, zu analysieren und zu verstehen, wer welchen Platz einnimmt, können wir solche

 

 

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(1) Kommentare

  • Teils veraltete Dominanztheorie

    In deinem Buch hat es gravierende Fehler:
    Bei "Hunden in der freien Wildbahn", kurz Strassenhunden, ist es nicht so, dass der Anführer zuerst bellt und der Anführer zuvorderst geht. Er ist im vorderen Drittel zu finden.
    Und für diejenigen, welche sich lieber ein Wolfsrudel in freier Wildbahn (nicht in Gefangenschaft) vorstellen: Dort herrscht ohnehin keine Rangordnung, es ist ein Familienverbund, wo die Leiteltern eine natürlich Authorität haben (sorry, ist halt doch ziemlich gleich wie bei Menschen...), sich aber nicht als Ranghöhere aufspielen.

    Auch wenn ich gleicher Meinung bin, dass man sich nicht gleich in eine kleine Auseinandersetzungen zwischen (etwa gleich grossen!) Hunden einmischen soll, kann das Buch bei einigen Hundehaltenden dazu führen, dass sie in "Mobbing"-Situationen nicht mehr eingreifen werden. Einen Hund in einer für ihn brenzligen Situation auf sich alleine gestellt zu lassen, ist der Bindung nicht gerade zugänglich...

    Meine Tipps zum Thema "Dominanz":
    -Buch: "Die Dominanztheorie bei Hunden: Eine wissenschaftliche Betrachtung", James O'Heare
    -Seminare: Udo Ganslosser gibt bei "Certodog" regelmässig Seminare zu diesem oder ähnlichen Themen aus wissenschaftlicher Sicht. Er hat auch interessante Bücher geschrieben.
    Ab und zu gibt es auch Seminare zu diesem Thema bei NF Footstep, eine der besten Ausbildungsstätten für Hunde, Halter und Auszubildende, wie ich finde :-)

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