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Das Iliosacralgelenk – Für viele Hunde eine Problemzone

Am Iliosacralgelenk kommt es des Öfteren zu Blockaden, welche mit starken Schmerzen verbunden sind und immer wieder zu Problemen führen können. Doch wo ist dieses Gelenk überhaupt, weshalb ist es so anfällig und was kann ich bei so einer Blockade tun? Nicht nur Hunde leiden unter diesem ISG Syndrom sondern auch Menschen, Pferde und andere Lebewesen können mit diesem Gelenk ihre Probleme haben. In diesem Blog erfährst Du was es genau damit auf sich hat und wie man einem betroffenen Hund helfen kann dieses Problem so gut es geht zu überstehen.

Das Iliosacralgelenk (ISG) – Wo befindet es sich und welche Funktion hat es?

Das Iliosacralgelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Kreuzbein und dem Darmbein, weshalb es auch den Namen Kreuz-Darmbein-Gelenk hat. Das bedeutet, dass sich dieses Gelenk in der Beckenregion des Hundes befindet. Das Iliosakralgelenk ist ein straffes, nur wenig bewegliches Gelenk mit einer engen Gelenkhöhle. Die Gelenkflächen können nur normale Druckverhältnisse aushalten, weshalb die Bänder alle weiteren Kräfte kompensieren müssen. Das ISG erlaubt die Beweglichkeit der einzelnen Beckenhälften zueinander und wirkt sich mit seiner Bewegung direkt auf die Führung der Wirbelsäule und somit die Beweglichkeit des Rückens aus. Bei diesem stark zusammenhängenden Gebilde ist es deshalb kaum verwunderlich, dass ein Problem am ISG sehr weite Wirkungen hat.

Die Blockade des ISG beim Hund und andere Probleme:

Das Kreuz-Darmbein-Gelenk kann sehr schnell unter Verrenkungen oder sogar Brüchen leiden. Diese entstehen bei Stürzen, bei ruckartigen Bewegungen und bei Verdrehungen des Beckens. Auch akute und chronische Entzündungen treten an diesem Gelenk recht häufig auf. Im IS-Gelenk kann es aber auch zu einer sogenannten ISG Blockade kommen, und diese wollen wir hier mal genauer unter die Lupe nehmen:

Eine ISG-Blockade entsteht, wenn das Iliosacralgelenk, dass ja von Natur aus eher straff ist, noch stärker in seiner Bewegung eingeschränkt ist als es sein sollte. Auch kann es zu einer Blockade kommen, wenn die beiden Gelenkflächen des linken und des rechten ISG nicht mehr in der normalen Stellung zueinander stehen. Die ISG Blockade kann sehr plötzlich auftreten, zum Beispiel nach einer falschen Bewegung, bei Hunden kann dies also beim herumtoben im freien schnell der Fall sein, oder bei kleineren Unfällen wie dem Verfehlen einer Treppenstufe etc. Nach Operationen oder anderen Erkrankungen kann es aber durchaus auch sein, dass das ISG darunter gelitten hat und blockiert wurde.

Wie erkenne ich eine ISG Blockade beim Hund?

Beim Menschen ist es oft nicht schwer zu merken, dass in der Region des Iliosacralgelenkes etwas nicht stimmt. Wir spüren bei einer ISG Blockade ein unangenehmes Ziehen und Schmerzen wenn wir uns im Becken bewegen. Auch beim Aufstehen kann es Schmerzen verursachen und teilweise knackt das ISG dann auch ganz ungemütlich. Doch wie merken wir bei unserem Hund, dass er Schmerzen im ISG hat? So eine ISG Blockade kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Manche Hunde begeben sich in eine allgemeine Schonhaltung und meiden Bewegung, was uns zwar auffällt, aber meist nicht eindeutig auf das ISG hindeutet. Eine Selbstdiagnose ist deshalb ziemlich schwierig. Falls jedoch der Verdacht auf ein Problem im Hüftbereich des Hundes auftritt, ist man bei einem Physiotherapeuten oder Osteopathen sehr gut aufgehoben. Diese kennen nämlich die genauen Ursachen und Anzeichen einer ISG Blockade und können dem Hund meist schon bei der ersten Behandlung ziemlich gut weiterhelfen.

Wie wird eine ISG Blockade behandelt?

Bei einer ISG Blockade gibt es mehrere Methoden zur Behandlung, die je nach Fall und Tier unterschiedlich ist. Eine Möglichkeit ist die Wärmeanwendung durch Wärmeflaschen, die die umliegende Muskulatur um das ISG entspannen und so schon zu starken Verbesserungen führen können. Die meist genutzte Methode ist aber die Behandlung mit einer Massage und verschiedenen Techniken. Dies kann je nach Physiotherapeut oder Osteopath variieren. Je nach Ursache der Blockade kann es sein, dass mit einer Behandlung bereits alles abgeschlossen werden kann oder aber die ISG Blockade braucht etwas länger um behandelt werden zu können. Leider gibt es auch Fälle, bei denen die Blockade immer wieder auftritt und deshalb eine vorbeugende und behandelnde Therapie immer wieder genutzt werden muss.

Hunde die an einer ISG Blockade leiden, haben normalerweise keine grossen Einschränkungen, wenn diese Blockade bemerkt und behandelt wird. Bei leichten Blockaden kann es sogar sein, dass man dem Hund gar nichts anmerkt und erst bei einer Therapiesitzung überhaupt bemerkt wird, dass der Hund auch am ISG Probleme hatte. Natürlich kann man immer vorbeugend zu einer Therapie gehen um zu checken ob alles so ist wie es sein sollte. Wenn es dem Hund aber nach allen äusseren Anzeichen an gut geht, ist das nicht nötig. Wichtig ist es gut auf die Zeichen des Hundes zu achten um frühzeitig zu erkennen falls etwas nicht stimmt und spätestens dann handeln zu können.

Vorbeugend kann man leider nicht allzu viel machen, was aber sehr gut helfen kann, ist auf einen guten Muskelaufbau zu achten. Hunde mit einer guten Rücken und Beckenmuskulatur leiden weniger oft an Problemen mit dem ISG da das Gelenk bei straffen, gestärkten Muskeln besser fixiert ist als bei schwacher Muskulatur. Bei sehr wilden Hunden, die sich schnell etwas Zerren oder Verdrehen und somit auch öfter mal was am ISG haben, lohnt es sich auf häufige aber ruhige Bewegung zu setzen. Der Hund soll sich dabei auspowern können ohne wie ein Wilder umher zu schiessen, denn genau so kommt es zu Verletzungen. Ein ruhiger, ausgeglichener Hund hat somit weniger Probleme als ein stürmisches, hektisches Tier. Es gibt aber ganz klar Hunde die einfach anfälliger sind als andere, dass weiss man aber jeweils nicht im vornherein.

Das waren nun einige Informationen zum Iliosacralgelenk, seiner Funktion und den Problemen die es verursachen kann. Vielleicht hat ja jemand von euch schon Erfahrungen damit gemacht und würde diese gerne mit anderen Hundehaltern teilen: Dafür könnt ihr natürlich immer die Kommentar Funktion nutzen und euch austauschen.

 

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