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Das Festival für Hunde – Wie die Bewohner von Nepal ihren Tieren ihre Liebe zeigen

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In Nepal hat der Hund einen ganz eigenen Feiertag. An diesem Tag wird dem treuen Begleiter gedankt für alles was er für uns Menschen tut. Dieses Fest der Freude findet einmal im Jahr statt und ist ein riesiger Anlass. Was die Menschen an diesem Fest genau für Rituale vollziehen und was neben unserem treuen Hund auch noch gefeiert wird erfährst du heute in diesem Blog:

Tihar – Das Festival für jeden Hund und seine menschlichen Freunde

Das Tihar Festival dauert ganze 5 Tage und findet immer um den Neumond des hinduistischen Monats Kartika statt. In diesem Jahr ging das Festival vom 8. November 2015 bis am 12. November und startete mit dem Kaag Tihar, dem Tag der der Krähe gewidmet ist. Denn nicht nur der Hund wird in diesen fünf Tagen gefeiert. Auch andere Tiere wie die Krähe, Kühe und Ochsen werden gefeiert und ein Tag dient der Verehrung der Geschwisterliebe. Der Tag des Hundes nennt sich Kukur und ist der zweite Tag des ganzen Festes. Tihar wird auch das Fest der Lichter genannt und ist in Nepal eines der grössten Fester überhaupt. Tihar ist das Fest des Dankes an Göttern, Tieren und Geschwistern. Das grösste Fest in Nepal nennt sich Dashain. Dieses dauert ganze zwei Wochen und hat den Sieg des Guten über das Böse als Hauptidee. Der Hund spielt allerdings nur beim Tihar eine dermassen grosse Rolle, dass er einen eigenen Feiertag besitzt. Hunde haben für die Menschen in dieser Gegend eine ganz spezielle Bedeutung. So gelten Hunde als die Botschafter von Lord Yamaraj, dem Gott des Todes. Das klingt so jetzt sehr negativ, aber die Hunde gelten somit auch als die Bewacher der Unterwelt und Beschützer der Häuser. Da der Tod jeden von uns einmal ereilt und viele Leute stark beschäftigt ist der Hund somit der Begleiter der Sterbenden und Beschützer der Toten und hat somit eine sehr wichtige Rolle.

Hunde feiern auf asiatische Art – Welche Rituale  findet man auf dem Tihar Festival?

Die Hunde der ganzen Gegend werden an diesem einen Tag im Jahr geschmückt und verehrt. Egal ob Strassenhund oder der Hund einer bekannten Familie, egal ob Welpe oder Senior am Kukur, dem Tag des Hundes, werden alle Hunde gefeiert. Die Tiere werden mit farbigen Blumengirlanden geschmückt, welche den Respekt des Menschen dem Hund gegenüber aus drücken sollen. Mit rotem Puder wird den Hunden ein rotes Merkmal auf die Stirn oder ins Gesicht gezeichnet. Dieses rote Symbol namens Tika ist das Segenszeichen der hinduistischen Menschen und drückt die Heiligkeit aus. Aber nicht nur über farbiges Pulver und Girlanden kann man sich freuen. Die Hunde werden natürlich mit verschiedenen köstlichen Leckereien verwöhnt und erhalten unzählige Streicheleinheiten. Die Menschen tanzen durch die Strassen und ziehen singend durch die Nacht. Wegen der vielen Farbigen Puderfarben ist das Fest mit dem indischen Fest Diwali vergleichbar. Nur dass dort keine Hunde im Spiel sind sondern die Menschen nur sich selbst mit farbigem Puder bestreuen.

Trauriger Gegensatz in China: Das Festival an dem Tausende Hunde sterben:

Ganz anders verlief dieses Jahr das Leben der Hunde in Yulin, einer chinesischen Stadt. Trotz grosser Proteste fand auch dieses Jahr ein Festival statt, bei dem Tausende Hunde geschlachtet und in den Restaurants als Hundefleisch Delikatesse angeboten werden. Viele der unzähligen Hunde werden als Strassenhunde irgendwo aufgelesen, andere werden einfach gestohlen. Der Verzehr von Hundefleisch ist in China schon sehr lange Tradition und auch dieses zweitägige Festival gibt es nun schon seit dem Jahr 2009. Unzählige Tierschützer sind vor Ort und aus der Ferne dabei, dieser Schlachterei ein Ende zu setzen, allerdings bisher mit wenig Erfolg. Es gibt allerdings bereits positive Entwicklungen, so ist der Hund auch in China nun vermehrt ein Haustier und nicht nur ein Fleischlieferant. Es bleibt also zu hoffen, dass der Stellenwert der Hunde in China weiter wächst und sie irgendwann nicht mehr auf dem Teller landen müssen.

 

Wir wollen uns aber lieber am positiven Beispiel von Nepal orientieren und unsere Hunde als treue Begleiter schätzen. Und auch wenn wir in der Schweiz kein Festival dafür besitzen, den Hund zu lieben und ihm seinen Respekt zu zeigen, kann man jeden Tag im Jahr machen!

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