Blasenentzündung beim Hund

Hunde können an vielen Dingen erkranken, die auch uns Menschen nicht fremd sind. Darunter fallen beispielsweise verschiedene Blasen- und Harnwegserkrankungen. Da sowohl beim Menschen als auch bei den Hunden diese Erkrankungen der Harnorgane nicht allzu selten sind, sollte besonders gut auf den Harnabsatz unserer Hunde geachtet werden. Wichtig sind dabei Dinge wie die Häufigkeit des Harnabsatzes und vor allem die Farbe des Urins verrät uns vieles über die Gesundheit des Hundes. Im Falle von blutigem Urin beispielsweise sollte sofort ein Tierarzt zugezogen werden. Falls Du bemerkst, dass Dein Hund beim urinieren Schmerzen hat, sollte ebenfalls ein Tierarzt zu Hilfe gezogen werden. Auch verändertes Verhalten vor oder während dem Urinieren kann auf Erkrankungen hindeuten.


Die Blasenentzündung beim Hund:


Eine Blasenentzündung beim Hund erkennt man daran, dass das Tier sehr häufig und in kleinen Mengen Harn absetzt. Wie sicher jeder weiss, der selbst einmal eine Blasenentzündung hatte ist dies sehr schmerzhaft. Der Hund wird je nach dem mehr oder weniger Schmerzen zeigen während dem er uriniert. Winseln oder ein sehr stark gekrümmter Rücken während des Urinabsatzes sind Anzeichen für Schmerzen, die durch eine Blasenentzündung hervorgerufen wurden. Ansonsten sollte das Allgemeinbefinden des Hundes gut sein und auch kein Fieber auftreten, ansonsten ist neben ei ner Blasenentzündung noch etwas anderes nicht in Ordnung. Die Ursache für eine Blasenentzündung kann zum einen sein, dass der Hund unterkühlt oder durchnässt war, es kann aber auch infolge von Schleimhautirritationen bei Harnsteinen auftreten. Der Urin ist meist farblich leicht verändert, bei einer starken Blasenentzündung auch oft blutig. In diesem Fall sollte man mit einer Blasenentzündung unbedingt zum Tierarzt gehen, um die Entzündung mit einem passenden Antibiotikum zu bekämpfen. Falls es nur eine ganz leichte Blasenentzündung ist und man diese erkennt, kann man den Tierarzt vorerst auch aus lassen und dem Hund selber versuchen zu helfen. Wichtig ist für einen Blasenpatienten, dass er viel trinkt und nicht (noch einmal) starker Kälte oder Nässe ausgesetzt ist. Auch helfen können Tees mit Brennnessel oder Birkenblüten oder ein Ergänzungsfuttermittel mit diesen Zusätzen. Falls die Blasenentzündung aber schlechter wird oder der Urin sich rötlich verfärbt ist es ein Fall für den Tierarzt!


Weitere Blasenerkrankungen des Hundes:


Leider ist die Blasenentzündung nicht die einzig mögliche Erkrankung der Harnorgane beim Hund. Weitere Erkrankungen wie zum Beispiel Blasenschwäche, Blasenlähmung oder Blasensteine können ebenfalls auftreten. Bei einer Blasenlähmung hält der Hund den Harn komplett zurück, da er ihn nicht mehr gezielt absetzen kann. Ursache dafür ist oft eine unfallbedingte Schädigung des Rückenmarks oder der Spiralnerven. Die Spiralnerven sind oft durch einen Bandscheibenvorfall betroffen. In diesen Beiden Fällen kann man den Urin durch gezieltes Ausmassieren ins Freie befördern. Dieser Vorgang muss aber von einem Tierarzt genauestens erklärt werden. Schlimmer wird es bei einer Schliessmuskelunterfunktion, die ebenfalls eine Blasenlähmung zur Folge haben kann. Da nützt allerdings auch eine richtig angewendete Massage nichts um den Urin aus der Blase zu entfernen. Deshalb ist beim Verdacht einer Blasenlähmung immer ein Tierarzt auf zu suchen.


Bei einer Blasenschwäche ist das Gegenteil der Fall, der Hund kann den Harnabsatz nicht kontrollieren und verliert immer wieder Harn, entweder Tröpfchenweise oder in grösseren Mengen. Die Ursache kann nervlich bedingt sein oder durch eine Infektion entstehen. Oft sind sterilisierte Hündinnen betroffen, wobei sowohl eine Verletzung der Blase während der Operation als auch der Hormonumschwung ein Grund für tröpfelnden Harnabsatz sein können. Auch durch Unfälle, schwere Geburten oder im Alter kann es passieren, dass die Blase nicht mehr ganz funktionstüchtig ist und immer wieder unkontrolliert Urin verliert. Auch bei diesem Problem sollte ein Tierarzt aufgesucht werden um die Ursache zu klären. Bei einer Infektion muss wie bei der Blasenentzündung mit Antibiotikum behandelt werden. Ist die Blasenschwäche altersbedingt oder unheilbar kann mit Hundewindeln der dauernd auslaufende Urin aufgefangen werden.


Blasen- oder Harnsteine sind eine sehr schmerzhafte Erkrankung für unseren Hund. Die Harnsteine setzen sich in der Blase und der Harnröhre fest und erschweren dem Hund das pinkeln. Oft hat der Hund Mühe beim Absetzen des Harns und der Harn kommt nur tröpfchenweise. Ähnlich wie bei der Blasenentzündung krümmt der Hund oft den Rücken vor Schmerz. In den meisten Fällen ist auch Blut im Urin, da die Harnsteine die Gewebewände verletzen. Betroffen sind besonders ältere Hunde und auch einige Hunderassen weisen eine grössere Anfälligkeit auf. Auch Rüden sind wegen ihrer längeren Harnröhre etwas anfälliger als Hündinnen. Ursachen für Steine sind meist eine zu einseitige Ernährung, zu wenig Flüssigkeit, Hormonstörungen, Harnstau oder entzündliche Prozesse. Deshalb ist es vor allem wichtig, dass die Ernährung des Hundes gut überprüft wurde und der Hund immer genügend Trinkwasser zur Verfügung hat. Auch bei Harnsteinen ist ein Tierarzt auf zu suchen, da die Steine operativ entfernt müssen.

Zusätzlich zu den hier erklärten Krankheiten gibt es leider auch noch eine Geschlechter spezifische Erkrankung, die nur männliche Hunde betrifft. Diese Krankheit nennt sich Vorhautkatarrh und wird durch eine Mischinfektion durch Bakterien hervor gerufen. Betroffen ist hauptsächlich die Vorhaut des Hundepenis. Durch diese Infektion kommt es dazu, dass der Rüde immer wieder ganz kleine Mengen an Flüssigkeit über den Penis verliert, welche oft als eitriges, schleimiges Sekret auftritt. Der Rüde leckt sich vermehrt in diesem Bereich und oft sind die Geschlechtsorgane geschwollen und gerötet. Der Tierarzt kann den Hund aber mit einem Antibiotika, das in die Vorhaut gespritzt wird, behandeln und bei genug schneller Reaktion des Halters verhindern, dass die Erkrankung chronisch wird. Die Erkrankung Vorhautkatarrh kann bei Rüden jeder Rasse und jedes Alters auftreten und falls sie noch nicht chronisch ist gut geheilt werden. Bei chronischen Fällen kann man die Behandlung auch erlernen und zuhause durch führen, dies ist allerdings eine zeitaufwändige und sowohl für den Hund als auch für den Halter eher unangenehmes Ereignis.


Die Blasenerkrankungen unserer Hunde sind zwar fast immer Fälle die von einem Tierarzt betreut werden müssen, sind aber bei einer schnellen Reaktion meist gut heilbar. Zur Vorsorge lohnt es sich besonders darauf zu achten, dass die Ernährung des Hundes stimmt, dass der Hund viel Wasser trinkt und nicht unterkühlt oder durchnässt herum läuft. Nach Operationen und bei älteren Tieren sind besagte Blasenerkrankungen im Hinterkopf zu haben und bei den ersten Anzeichen ein Arzt auf zu suchen. Mit diesen Tipps und Informationen sollte es Dir aber möglich sein Deinem Hund bei allfälligen Problemen möglichst schnell zu helfen und ihm unnötige Schmerzen zu ersparen.

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