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Beissvorfälle mit Hunden

Leider kommt es immer wieder zu Beissvorfällen unter Hunden. Ich möchte euch in diesem Bericht kurz darüber aufklären, wer in den gängigsten Fällen die Schuld trägt und wie man solche Beissvorfälle verhindern kann.

Situation:

Liv ist ein sogenannter Problemhund, sie verträgt sich nicht mit anderen Hunden und wird deswegen ziemlich konsequent an der Flexileine geführt. Gin hingegen kann ich gut mit anderen Hunden spielen lassen und sie hat einen sehr guten Gehorsam, sie darf also oft frei laufen. Wir gehen jetzt davon aus, dass mir eine Frau mit ihrem Hund Max begegnet. Liv ist an der Leine, Max rennt auf uns zu, ich sage der Frau sie soll Max abrufen, nichts passiert, Max will doch nur spielen. Liv leider nicht und obwohl ich Liv festhalte gelingt es ihr, Max zu beissen. Max hat es ziemlich erwischt, er blutet und es muss genäht werden. Nun, wer ist schuld? Schuld ist immer der Hundehalter, von dem, der beissende Hund ist. Also in diesem Fall ganz klar ich. Obwohl ich meine Liv an der Leine hatte, ganz klar auf das Problem aufmerksam machte und versuchte, Schlimmes zu verhindern, ist Liv Täterin und Max Opfer! Wir sind jedoch sehr gut versichert und meine Haftpflichtversicherung trägt hier die Kosten von Max’s Behandlung. Dazu kommt, dass der Tierarzt, der Max behandelt, Liv beim Veterinärs Amt melden muss, je nach dem werden die dann auf mich zurückkommen.

Eine andere Situation wäre jetzt, wenn Gin und Max sich in die Haare kriegen, beide Hunde sind nicht angeleint und wir gehen mal davon aus, dass beide Hunde sich gegenseitig beissen. Somit kann keiner der Hundehalter beweisen, welcher Hund der Täter ist, da beide Hunde sowohl Täter als auch Opfer sind. Meistens ist es dann am einfachsten, wenn beide Hundehalter ihre Rechnungen selber begleichen.

Grundsätzlich ist also immer der Hund schuld der beisst, ob das nun angeleint ist oder nicht!

Wie kann ich mich vor einen solchen Beissunfall schützen?

Zuerst einmal, fremde Hunde sind nicht automatisch Spielkameraden, auch wenn viele das nicht verstehen, meine Hunde dürfen nur mit Hunden spielen, die ich kenne und wo ich genau weiss, wie sie reagieren. Jeder Hundehalter sollte auch wissen, dass die wenigstens Situationen wirkliches Spielen ist, oftmals wird einfach die Rangordnung ausgemacht, was für Laien dann wie ein Spiel aussieht kann je nach dem für den Hund ziemlich viel Stress bedeuten. Also meine erste Devise: Fremder Hund kommt, meine Hunde müssen an die Leine. Zweiter Punkt, wenn fremde Hunde ohne Leine kommen, bitte ich den Hundehalter den Hund anzuleinen. Auf Aussagen wie: der tut nix, reagiere ich ganz krass mit: aber meiner! Dann ist schon mancher erschrocken, ist mir aber lieber, wie dass ich danach einen verbissenen Hund hab. Wenn es dann doch dazu kommt, dass ein solcher Max auf uns zu stürmt, stelle ich mich vor meine Hund und gebe Max durch Worte und Körpersprache ganz klar zu verstehen, dass er gehen soll. Dies vermittelt meinen Hunden, dass ich auf sie aufpasse und das ich die Situation im Griff habe.

Zum Glück hat weder Liv noch Gin bis jetzt einen anderen Hund bösartig verletzt, solche Situationen wie mit Max, sind aber leider alltäglich.

 

Im nächsten Bericht werde ich euch aufzeigen, wer schuld ist, wenn ihr euch auf dem Hundeplatz befindet. Ich wünsche euch stressfreie Gassirunden.

Xenia mit Liv und Gin

 

 

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(2) Kommentare

  • Beissvorfälle bei Hunden - wer ist schuld ?

    Wirklich? Hat sich das kürzlich geändert?
    Das Verhalten des Hundehalters des nicht angeleinten Hundes verletzt doch ganz klar die Sorgfaltspflicht bei der Beaufsichtigung seines Hundes ? Denn, da der Hund nicht angeleint war, hat sein Besitzer rechtlich gesprochen nicht «alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt bei der Verwahrung und Beaufsichtigung des Tieres» walten lassen...

  • Wer ist schuld?

    Guten Tag
    Da im Kanton Aargau und in vielen anderen Kantonen keine generelle Leinenpflicht herrscht und wir unsere Hunde nach gutem Gewissen frei laufen können, gibt es leider immer wieder Situationen, wo wir einem angeleinten Hund plötzlich begegnen. Leider ist es in der Praxis so, dass die wenigsten Leute ihre Hunde dann abrufen können. Es ist aber dann so, dass wenn der Hund an der Leine zu beisst, schuldig ist. Vor Gericht wird dann natürlich der Umstand, dass der andere Hund nicht gehorcht etc. einbezogen, dies ist aber eine mühsame Sache weil meistens Aussage gegen Aussage steht. Grundsätzlich also, wenn ein Hund ohne Leine kommt, sofort dem Besitzer sagen, er solle seinen Hund anleinen und versuchen, den Hund von Deinem Hund zu entfernen. Diese Informationen stammen aus einem Seminar vom November 2016, sollten also ziemlich aktuell sein. Liebe Grüsse Xenia, MyLuckyDog

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