BARF – das musst Du beachten


Wir freuen uns, dass wir ab dieser Woche auch gefrorenes Frischfleisch in unserem Online-Shop anbieten können.
Jetzt kann es also losgehen mit dem BARF: Fleisch in den Napf, ein paar Knochen dazu, bisschen Gemüse – fertig ist das gesunde Hundemenu.


Oder doch nicht ganz so einfach? Im Prinzip besteht eine BARF- Mahlzeit genau daraus, aus frischem, rohem Fleisch, fleischigen Knochen und Gemüse und Obst.

Gefüttert werden können je nach Verträglichkeit auch Milchprodukte und Fisch. Manche ergänzen noch mit einer Kohlenhydratquelle wie Reis oder Kartoffeln, andere lehnen das ab.

BARF ist vor allem am Anfang aufwändiger

In jedem Fall ist es einiges aufwändiger, eine BARF-Mahlzeit zusammenzustellen als Fertigfutter in den Napf zu füllen. Man sollte ein bisschen Freude bei dem Gedanken empfinden, dies für seinen Hund jeden Tag zu tun. Doch wie viel wovon muss man einem Hund füttern? Und hat er damit wirklich alles, was er braucht? Auch wenn es immer wieder Hundebesitzer gibt, die sagen, man könne einen Hund nach Gefühl ernähren, das macht man für den zweibeinigen Rest der Familie schliesslich auch so, raten wir von dieser „Pi mal Daumen“-Methode eher ab.
Es ist nicht nötig, für jeden Tag einen exakten Fütterungsplan einzuhalten, aber über ca. zwei oder drei Wochen sollte der Hund eine ausgewogene Nahrung erhalten. Und während wir das bei der Menschennahrung mehr oder weniger im Blut haben und von unseren Eltern gelernt haben, ist der Hund vollkommen auf uns angewiesen.
Er kann uns nicht sagen, dass er jetzt grossen Appetit auf ein bisschen Leber hat, weil sein Vitamin-A-Speicher beinahe leer ist. Also werden wir doch die Waage bemühen müssen.

Knochen ja oder nein?

Viele BARF-Anfänger verschätzen sich vor allem mit der Knochen-Menge. Falls der Hund die
verfütterten Knochen komplett frisst, kommt er ziemlich schnell auf eine viel zu hohe Kalzium Zufuhr. Man kann aber auch umgekehrt Pech haben und fängt mit einer vollwertigen mit leckeren fleischigen Knochen bestückten Mahlzeit an und der Hund verträgt die Knochen nicht.
Häufig ist Knochenkot, also weisser, schmerzhaft trockener fester Kot aber auch Durchfall. Für kleine Hunde kann es schwierig sein, die richtige Menge zu verfüttern, denn das Kalzium aus dem Knochen sollte einigermassen kontinuierlich gefüttert werden, also nicht einmal in der Woche einen dicken Knochen und sonst nix.
Als natürliche Alternative für eine Kalzium-Quelle bieten sich Eierschalen an. Dann vermeidet man auch die Verletzungsgefahr durch spitze Knochen.

Die Menge macht‘s

Ein wenig knifflig ist auch die korrekte Dosierung von Vitamin A und D. Beides sind fettlösliche Vitamine, die einigermassen ausgewogen in der Hundenahrung enthalten sein sollten, also ausreichend, aber auch nicht massiv überdosiert. Natürlicherweise sind sie hauptsächlich in Leber oder Lebertran enthalten. Überdosierungen können hier leicht geschehen, denn diese beiden Lebensmittel enthalten vor allem beeindruckende Mengen an Vitamin A.

Fleisch allein muss nicht sein

Wer Kohlenhydrate dazu füttern will, was nicht nötig ist, aber dem Hund nicht schadet und zudem den Geldbeutel etwas entlasten kann gegenüber reiner Fleischfütterung, muss diese weich kochen.

Gemüse sollte püriert werden, damit der Hund die Nährstoffe optimal verwerten kann.
Wer sicher sein will, dass sein Hund alles bekommt, was er braucht, sollte sich am Anfang einen Fütterungsplan erstellen lassen von jemandem, der oder die sein Handwerk gelernt hat. Etwas einfacher als BARF ist die Fütterung von gekochtem Fleisch, vor allem wenn man dieses fertig kauft in Dosen, Schalen oder in Wurstform. Man kann dann noch ein paar eingeweichte Flocken, Kartoffeln, Reis oder Teigwaren dazu geben und püriertes Gemüse sowie ein Vitamin-und Mineralpulver. Wichtig ist, dass die wichtigen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine ergänzt werden, die in der Mahlzeit nicht genügend enthalten sind.

Rein vom gesundheitlichen Aspekt her ist diese Fütterung genauso natürlich und wird zum Teil von Hunden, die an Fertigfutter gewöhnt sind, besser vertragen.

BARF für Welpen

Warnen möchten wir davor, Welpen mit BARF zu ernähren, ausser man lässt sich einen individuellen Fütterungsplan erstellen. Fütterungsfehler in dieser Phase können zu bleibenden Schäden führen, während robuste ausgewachsene Hunde das für eine ganze Weile gut wegstecken können.

Jetzt Frostfleisch entdecken

Anja Marti-Jilg, futterratgeber.ch

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.