Aufbau der Grundstellung

Als Sporthundeführerin gebe ich immer gerne einige Tipps und Tricks weiter. Heute möchte ich euch erklären, wie man die Grundstellung, also der Start fürs Fuss laufen, aufbaut. Die Grundstellung ist nicht nur für Hundesportler von Vorteil, auch ein Familienhund macht sich in einer geraden, korrekten Grundposition im Alltag ganz chic!

Viele Wege führen nach Rom

Im Hundesport gibt es wie bei allem viele Wege, die zum Ziel führen. Deswegen kann ich euch auch nicht sagen, ob mein Weg, auch für Euch passt. Meistens ist aber jede Variante ein Denkanstoss und am Schluss macht jeder seine eigene Option.

Mit Gin habe ich die Grundposition mit Futter aufgebaut. Ich schneide eine Wurst ca 10 cm lang und 1 cm breit. Dieses Stuck nehme ich in die Faust, so dass unten 1cm rausschaut und die Wurst längs in meiner Hand liegt. Nun stelle ich mich ganz gerade hin und halte die Wurst so in der linken Hand. Gin sieht das ganze Vorbereitungsprozedere und weiss also schon, dass da Wurst in meiner Hand ist. Automatisch wird sie zu meiner Hand hin gehen. Nun stelle ich mich am besten vor einen Spiegel, sobald Gin gerade neben mir sitzt, lasse ich sie an der Wurst fressen! Um die Spannung zu steigern ziehe ich die Hand für eine hundertstel Sekunde hoch und geh gleich wieder ans Hundemaul, so dass Gins Blick nie abschweift.

Übt das Zuhause, in Ruhe alleine in einem geschlossenen Raum. Nach einigen Trainingseinheiten werdet Ihr merken, dass Euer Hund sofort die Position sucht. Ihr müsst noch nichts sagen und die Einheiten von der Übung sollten sehr kurz und knackig sein. Zwei Wurststängel pro Übung reichen für junge Hunde aus.

Wenn Ihr nun merkt, dass Euer Hund die Position von selber findet, könnt ihr die Abstände, wo die Hand nach oben geht, verlängern, es ist aber wichtig, dass ihr gut beobachtet, ob der Hundeblick immer nach oben gerichtet ist! Dies ist zwingend. Entweder übt Ihr weiterhin alleine vor dem Spiegel oder Ihr sucht Euch einen guten Trainingspartner, der Euch mit Klicker zu verstehen gibt, wann die Hand wieder runter geht.

So, Geduld meine lieben Hundefreunde. Bis ich diese Übung mal auf dem Hundeplatz gezeigt habe, sind acht volle Wochen vergangen. Ich trainierte diese Grundposition mehrmals täglich immer gleich Zuhause.

Wenn das sitzt, Ihr es draussen und drinnen perfekt könnt und vor allem ganz wichtig, wenn Euer Hund die Position sofort von sich aus sucht, könnt Ihr mit dem Kommando starten. Macht die Übung weitere Male einfach genau gleich und baut ein „Fuss“ ein.

Arbeit über Beute:

Nun gehen wir einen Schritt weiter, für Hunde, die gerne Beute haben, mit der Beisswurst oder dem Ball. Für Hunde die Futter besser annehmen, einfach Wurstkringel schneiden. Nun könnt Ihr unter die Achsel einen Ball oder Beisswurst, oder eben Wurst stecken. Den Hund wie gewohnt mit der Futterhand in die Grundposition, Hand rauf, runter, rauf, runter bis der Wurststrang aufgefressen wird und dann, zieht Ihr die Hand hoch, der Blick des Hundes folgt der Hand und dann löst ihr die Bestätigung unter der Achsel aus. So lernt der Hund, das Futter kommt von oben, direkt unter der Achsel.

Achtung: Diese Übung darf auf keinem Fall schnell abgewickelt werden, nehmt Euch auch hier vier bis fünf Wochen Zeit, bis der Hund weiss, wie es geht.

Bei der Grundposition ist es so, wenn der Hund einmal verinnerlicht hat, wird der erste Schritt im Fuss ein Kinderspiel.

Hand abbauen:

Um die Übung zu komplettieren, muss die Hand noch weg! Nun kannst Du probieren, die Hand nach Futterende raus zu halten, da der Hund ja nun weiss, dass Futter von oben kommt, wird er das schnell verstehen. Hier klickern wir Gin immer, sobald sie auch nur ganz kurz nicht der Hand nachschaut sondern nach oben guckt, klickt es und das Futter oder der Ball fällt hinunter.

Nun habt ihr mal einen kleinen Einblick erhalten, wie eine solche Stellung aufgebaut werden kann. Im nächsten Blog folgt dann eine neue Herausforderung.

Viel Spass beim Üben.

 

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