April, April, Wetterwechsel mit Hund

Von 2 bis 22 Grad hatten wir in den letzten Wochen alles! Winterjacke und Sonnenbrille teilen sich aktuell bei mir den Platz in der Garderobe. Doch wie gehen unsere Vierbeiner mit den unterschiedlichen Temperaturen um?

Liv:
Die Sonnenanbeterin Liv geniesst jede warme Minute draussen. Egal wie heiss es ist, sie legt sich mit ihrem schwarzen Fell auf die Steinplatten und heizt sich so richtig fest auf! An den schönen Tagen sass sie bereits früh am Morgen schon vor der Balkontüre und wartete nur aufs Sonnenbad! An den kalten Tagen jedoch, lies sie sich von mir warm einpacken und wickelte sich in der Kuscheldecke ein und bewachte die Couch. In der Zwischenzeit habe ich ihr alle Unterwolle rausgekämmt, somit war es für sie wirklich kalt! Um ihr ein bisschen zu helfen, habe ich ihr eine zusätzliche Decke bereit gelegt und im Auto hat sie ihre Wärmematte wieder gekriegt. Vor allem wenn es auch noch regnet, muss ich bei ihr immer ein wenig aufpassen. Wichtig ist also, nach dem Spaziergang immer schön mit einem Tuch trocken reiben. Gerade dann, wenn die Temperaturen so schlagartig fallen, ist auch das Hundeimmunsystem anfälliger.

Gin:
Lustigerweise hatte Gin die ersten richtig warmen Tage total Mühe. Sie hat sich mehrere Male übergeben, war total schlapp und wollte sich nur im Schatten bewegen. Ich denke, der krasse Unterschied von warm zu kalt machte ihr ganz schön zu schaffen. Ich habe versucht, ein wenig zu eruieren, wann die Temperaturen am wenigsten unterschiedlich sind. Am Morgen war es auch an den warmen Tagen noch kühler, ebenfalls am Abend oder sogar in der Nacht. Es gab also einige schöne Spaziergänge bei Mondschein. In der Zwischenzeit hat sich Gin an die Wärme gewöhnt, jetzt wo die Kälte wieder kommt! Bei Gin ist es extrem wichtig, dass sie immer Wasser trinken kann. Wenn sie merkt, dass kein Wasser da ist, reagiert sie schnell gestresst. Bei Liv merke ich diesen Unterschied überhaupt nicht.

So sind alle Hunde anders und es gibt kein Rezept, wie wir bei Temperaturschwankungen unseren Hunden helfen können.

Viele von uns haben dank den Temperaturschwankungen unter starken Kopfschmerzen gelitten, auch unsere Hunde können Kopfschmerzen haben.

Meist zeigen sich Kopfschmerzen bei Hunden durch vermehrten Ausfluss der Augen und Nasen, Übelkeit und Erbrechen ohne Grund sowie Licht und Geräuschempfindlichkeit. Bei manchen Hunden kommt es zu Haarverlust in der Kopfregion oder dass sich die Hunde auffällig viel am Kopf kratzen. Typisch ist auch, dass die Hunde sich separieren und dunkle und kühle Räume bevorzugen.

Forscher können zwar nicht beweisen, dass Hunde Kopfschmerzen durch Wetteränderungen kriegen, wir können das aber selber bei unseren Hunden beobachten. Gin hatte zwei Tage mit starker Übelkeit zu kämpfen und bei Liv gibt es Tage, wo sie sich komplett in dunklen Räumen verzieht. So kann jeder seinen Hund selber ein wenig einschätzen.

Was können wir machen, wenn wir denken unsere Hunde haben Kopfschmerzen?


Zuerst, denkt immer daran, unsere Hunde brauchen zwischen 17 und 20 Stunden schlaf am Tag. Wenn sie nicht so fit sind, werden die Schlafstunden noch erhöht. Hunde, die gelernt haben, sich zu beruhigen und zu schlafen, können gerade bei Krankheit ohne Probleme mit wenig Bewegung über mehrere Tage auskommen. Hunde, die eher nervös und aufgedreht sind, müssen dazu fast gezwungen werden. Mit einem Hund wie Gin, musste ich solche Ruhephasen lernen. Sie weiss, wenn wir uns auf das Sofa setzten, ist Pause. Wenn sie sich also übergibt und ich denke sie ist nicht fit, setzte ich mit ihr einen Tag aus und helfe ihr so, dass sie schneller wieder fit ist. Gönnt euren Hunden Ruhe, dass ist sehr wichtig.

Wenn meine Ladys nicht so fit sind, scheue ich keine Mühe und stelle mich auch mal in die Küche. Bis anhin habe ich oft Reis mit Poulet gekocht und das lauwarm serviert. Jetzt gibt es bei besonderen Anlässen oder bei Krankheit einen Sack dog's lunch! Das Menü besteht aus Rindfleisch mit Karotten, Erbsen, Äpfel und Reisflocken. Das Futter kannst du in der gewünschten Menge in einen Napf füllen und mit lauwarmem Wasser aufgießen. Nach sieben Minuten ist das Menü fertig! Meine beiden Hunde lieben es!

Der Temperatursturz hat noch einen Vorteil, die Zeckenpopulation!
Zecken erfrieren zwar nicht, sie sind aber an kalten Tagen wenig bis gar nicht aktiv, können sich nicht vollsaugen und somit auch nicht vermehren. Somit kann man sehr gut beobachten, dass es nach diesen kälteren Tagen weniger Zeckenfunde gab.

Mein Tipp:

Legt mal ein faules Wochenende ein. Ob Mensch oder Hund, bei diesem Wetterchaos kann ein gemütliches Wochenende  zuhause nicht schaden. Ausschlafen, ein wenig rausgehen, Hunde ordentlich pflegen, Ohren Putzen, Pfotenhaare schneiden, Fell kämen, alle Hundebettchen, Leinen und Spielsachen waschen und warten, bis der Frühling dann nun doch endlich eintrifft.

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