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Appenzeller Sennenhund

Sissi – meine Appenzeller Sennenhündin 

Nebst meinem kleinen Jack Russell habe ich noch noch meine Appenzeller Sennenhündin. Sissi ist eine zu klein geratene Appenzeller Dame und hält mich und mein komplettes Umfeld ganz schön auf Trab. Nicht falsch zu verstehen – Sissi hat einen sehr guten Grundgehorsam und ihr ist es ganz schön wichtig, dass sie mir gefallen kann und alles für mich tun darf. Sie hat aber auch einige sehr rassetypische Eigenschaften die teilweise schwierig zu handeln sind.

Das Temperament der Rasse

Wer sich für einen Appenzeller Sennendhund entscheidet, sollte wissen dass er sich einen lebhaften, temperamentvollen, teilweise ungestümen Kumpel ins Haus holt. Dafür hat man sich einen sehr treuen und anhänglichen Hund ausgelesen. Ein Appenzeller bedarf einer konsequenten Erziehung und Führung. Da dieser sehr gerne selbstständig arbeitet und agiert. Sobald er merkt, dass er das nicht geboten bekommt, übernimmt er ganz einfach kurzerhand die Führung. Der Appenzeller hat eine enorme Sprungkraft und hat schon manch einen bei einer herzhaften Begrüssung einen Kinnhacken verpasst.

Die Beobachtungsgabe der Appenzeller Sennenhunde

 

Mit diesem Hund entscheidet man sich für einen wahren Wachmeister. Der Appenzeller beobachtet unheimlich gerne und macht das auch sehr gut. Sissi ist meist mit mir im Stall und ist da einfach gerne in der Aufgabe der Wächerin und beoachtet das Geschehen um sie herum immer genaustens. Ich habe noch nie einen Hund gesehen, der mit seinen Öhrchen so viele Emotionen übertragen kann wie sie das macht. Unerwünschter Besuch wird verbellt, und zwar ohne Ausnahme. Gerne lange, laut und sehr intensiv. So sollte man sich bei dieser Rasse sehr gut überlegen, ob ein Zusammenleben in einer Wohnung mit vielen Nachbarn etc. wirklich möglich ist. Das Bellen ist wirklich sehr laut, sehr häuft und sehr nervend teilweise.

 

Allgemein kann man sagen, dass der Appenzeller Sennenhund sehr sensibel ist. Wird er ungerechtfertigt bestraft, so kann er das in seinem Weltbild sehr schlecht verarbeiten und reagiert höchst sensibel darauf. Der Sennenhund liebt seinen Besitzer endlos und reagiert entsprechend bei beispielsweise Streicheleinheiten mit anderen Hunden sehr einversüchtig und drängelt sich dann auch gerne einfach dazwischen, da er stets an erster Stelle sein möchte.

 

Die Eigenschaften kurz zusammen gefasst. Treue, Ergebenheit, Wachsamkeit, Neugierde, das überschäumende Temperament und seine ausgesprochen hohe Intelligenz.

Treib- und Hütehund

 

Der Appenzeller ist ein Treib- und Hütehund und ist stets besorgt, dass sein komplettes Rudel zusammen ist. Die Hütehünde sind Arbeitshund und enorm intelligent und für ihre hoche Wachsamkeit bekannt. Treibhunde arbeiten in aller Regel mit viel Gebell. Diese Hunde müssen sehr schnell sein und selbstständig arbeiten. Was in der Erziehung des Hundes meist nicht so einfach zu handeln ist. So lernt ein Appenzeller sehr schnell auswendig und langweilt sich bei ihm gestellten Aufgaben sehr schnell. Ein abwechslungsreiches und spannendes Training ist das A und O für einen zufriedenen Sennenhund. Bei Sissi ist das realtiv einfach. Sie ist eine sehr passionierte Jägerin. Sobald ich sie zu wenig beschäftige, steigt ihr Jagdinstinkt an. Ist sie aber ausgeglichen, beschäftigt und zufrieden ist der Jagdtrieb zwar vorhanden, kann aber sehr viel einfacher kontrolliert werden und wird von ihr nicht allzu sehr gesucht. Seit einem halben Jahr habe ich mit 3 Freundinnen von mir einen  Stall mit unseren Isländerpferden, die wir als Selbstversorger alleine unterhalten. Somit sind meine Hunde 5-6 Mal die Woche mit mir im Stall und da hat Sissi eine klare Aufgabe als Hofhund. Seit diesem Zeitpunkt konnte ich eine sehr klare Veränderung in ihrem Wesen erkennen und habe schnell gemerkt, wie positiv sich diese stetige Aufgabe auf ihre Zufriedenheit auswirkt. Sie ist wirklich ein ganz klarer Arbeitshund, der aber auch ganz schön viel Liebe und Zuwendung einfordert.

Der Appenzeller und die Arbeit

Der Sennendhund ist rasend schnell für eine Arbeit zu begeistern. Es spielt weniger Rolle um was für eine Arbeit es sich handelt, als dass er diese Arbeit mit seinem Menschen zusammen machen darf. Sobald Sissi beispielsweie eine Arbeit erledigt hat und ein Lob bekommt, ist  sie der glücklichste Hund auf der ganzen Welt. Zu wissen dass sie etwas für mich gut erledigt hat, versetzt sie in einen regelrecht euphorischen Zustand. Ganz anders als mein Jack Russell Terrier. J 

 

Der Arbeitsdrang des Appenzellers muss man unbedingt in die richtigen Bahnen lenken können und braucht dafür ein enormen Fingerspitzengefühl. Und wenn es an der Zeit ist seinen Drang zu bremsen, muss man auch herausfinden.

 

Alles in allem sind die Appenzeller Sennenhunde aus meiner Sicht wirklich tolle Lebensgefährten. Sie sind unglaublich treu und machen, sobald sie erst einmal Vertrauen gefasst haben, wirklich alles für einem. Trotzdem würde ich einer Person, die in einer sehr kleinen Wohnung lebt und diese dann auch direkt noch in der Stadt, eher keinen Appenzeller empfehlen. Man muss schon sehr viel in der Natur sein und sich viel bewegen wollen. Sissi liebt es beispielsweise mit mir zu joggen oder auf den Vita Parcours mit zu kommen. Das aller höchste der Gefühle ist dann vorhanden, wenn sie auf einen Ausritt mit darf und wir zusammen, ich hoch auf Ross und sie eifrig rennend über die Felder springen können.

 

Ich würde Sissi immer und jederzeit wieder in mein Herz schliessen.

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