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Amicus – Die neue Hundedatenbank

Amicus heisst die neue Hundedatenbank zur Erfassung aller in der Schweiz wohnhaften Hunde. Wie das System funktioniert, was es bringt und wie man sich anmeldet möchte ich euch Heute erklären.

 

Warum ist Amicus neu?
Das alte System ANIS wurde per 01. Januar 2016 überarbeitet. Die verschiedenen Schweizer Gesetzgebungen machten das korrekte Registrieren über ANIS nicht mehr möglich. Die Firma Identitas AG haben also die bestehenden Daten aus dem ANIS per 31. Dezember 2015 in die neue Datenbank Amicus transferiert.

 

Was wird bei Amicus registriert?
Bei Amicus sind nicht nur die Hunde, sondern auch die Hundehalter registriert. Als Hundehalter bist Du dafür verantwortlich, dass die Abgabe oder Übernahme deines Hunds erfasst wird, wenn Du mit deinem Hund ins Ausland auswanderst oder wenn dein Hund stirbt. Zudem sieht man bei Amicus sämtliche Hund und Hundehalter Details. Telefonnummer, Email Adresse sowie Verwendungszweck kann erfasst und verwaltet werden und man kann sogar Ferienadressen angeben. Falls dein Hund in der Schutzhundeausbildung ist, kannst Du das so vermerkten. Hundehalter, Tierärzte und die  Gemeinde hat so die Chance, bei Amicus auf alle Daten zurück zu greifen.

 

Vorteile von Amicus:
Eine lückenlose Rückverfolgung der Hunde dient dem Schutz von Tier und Hund. Mit einer neuen nationalen Datenbank können alle Hunde in der Schweiz registriert werden. Dadurch werden illegale Importe von kranken oder zu jungen Hunde schneller aufgedeckt und im Endeffekt auch verhindert. Sobald ein Hund entwischt, kann dank der Datenbank schnell der Hundehalter ausfindig gemacht werden.

 

Des Weiteren hat eine Datenerfassung der Hunde den Vorteil, dass vernachlässigte oder ausgesetzte Hunde einem Hundehalter zugeordnet werden können. Gemäss dem Tierrecht ist es nämlich so, dass das Aussetzen von Hunden unter Tierquälerei gehört. Dies kann zu einer hohen Geldstrafe führen. Auch hier versucht der Schweizer Staat dank einer Datenbank unverantwortliche Hundehalter in die Knie zu zwingen. Anstatt die Hunde einfach zu vernachlässigen oder auszusetzten kann man seinen Hund auch ins Tierheim bringen. Leichtsinnige Tierfreunde überlegen sich dank dieser Registrierung den Kauf von einem Hund vielleicht zweimal.

 

Als letztes hat das System den Vorteil, dass Hunde nach einem Autounfall oder Hunde die abhauen schnell zu ihren Hundehaltern zurückgeführt werden können. Jeder Polizist kann den Hund anhand des Chips identifizieren.

 

Import aus dem Ausland:
Aktuelle Zahlen zeigen, dass jeder zweite Hund aus dem Ausland importiert wird. Leider immer häufiger auf dem illegalem Weg. Die Welpen, welche im Ausland teilweise mit Stammbaum verkauft werden, sind schlecht sozialisiert, werden viel zu früh von der Mutter getrennt und sind krank. Die Tollwut Gefahr ist in einigen Ländern immer noch gross. Schlecht oder gar nicht geimpfte Hunde können sich leicht anstecken und die Krankheit dann in die Schweiz mitnehmen.

 

Deswegen ist es umso wichtiger, sich immer wieder bewusst zu werden, wie man gute Hundezüchter erkennt. Hier einige Tips dazu:
Der erste Eindruck zählt auch bei Züchter. Wie sieht das Zuchtareal aus, macht die Umgebung einen gepflegten und sauberen Eindruck? Besuche die Züchter ein oder zweimal. Hier kommt bei Import-Hunden schon das erste Problem. Viele kaufen ihre Welpen ab Internet. Ohne die Zuchtanlage vorher einmal zu besuchen. Suche dir also einen Züchter aus, der mit dem Auto auch erreichbar ist. So kannst Du vor der Welpen Auswahl zwei mal einen Besuch machen. Hier ist es ebenfalls wichtig, dass die Mutterhündin zugänglich ist. Vereinbare einen Besuchstermin, wenn die Mutterhündin einen Wurf hat, so siehst Du, ob der Züchter etwas zu verbergen hat. Ebenso wichtig ist das Interesse der Züchter an dir. Er sollte dich nach deinen Lebensverhältnissen und deinen Erfahrungen mit Hunden ausfragen. Ein seriöser Züchter hilft dir bei der Auswahl des passenden Welpen. Vorsicht ist immer geboten, wenn die Züchter gleich mehrere Hunderassen anbieten!
Achtung vor Wühltischwelpen! Sogenannte Wühltischwelpen werden für einen viel zu niedrigen Preis angeboten. Meistens wird mit einem Schlagwort wie „Stammbaum“ oder „Rassehund“ geworben. Im Internet werden kleine, herzige Kulleraugen präsentiert und die Welpen sehen zauberhaft aus. Die Realität ist jedoch schokierend. Auf dem Parkplatz öffnen die Hundeverkäufer den Kofferraum und präsentieren eine Auswahl von verschiedenen Hunderassen und Welpen in verschiedenem Alter. Alle samt natürlich kerngesund und topfit. Die Ironie liegt auf der Hand! Welpen sind keine Ware, sondern Lebewesen die eine seriöse und souveräne Aufzucht verdienen!

 

Amicus hat zum Zweck, dass solchen Missständen entgegengehalten wird. Der Import von Hunden unter 12 Wochen ist nicht möglich und somit illegal. Die Hunde dürfen erst in der 12. Lebenswoche gegen Tollwut geimpft werden und eine Tollwutimpfung ist für den Import obligatorisch. Sobald der Hund also bei Amicus registriert wird, wird das Vergehen aufgedeckt! Dies sollte die Schweizer Bevölkerung dazu bringen, dass wir weniger, viel zu junge und unseriös gezüchtete Welpen in die Schweiz importieren!

 

Zusammenfassung:
Jeder Hund, der in die Schweiz importiert wird oder gehalten wird muss registriert werden. Sämtliche Halterwechsel müssen erfasst und gemeldet werden. Der elektronische Chip ist Pflicht. Nur durch den Chip kann die lückenlose und vollständige Registrierung der Hunde gewährleistet werden. So werden Hunde, Hundehalter und die Schweizer Bevölkerung besser geschützt. Hunde, die bereits in der Datenbank ANIS erfasst waren, wurden automatisch übernommen. Neue Hundehalter können sich bei AMICUS frisch registrieren.

 

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