Alles, was Du über Hunde in der Dunkelheit wissen musst

 

Neben der Kälte und Nässe ist es nun nach Feierabend auch immer dunkel. Heute möchte ich euch einige Infos über Hunde in der Nacht mitgeben. Was kannst Du tun, dass Du und dein Vierbeiner un-gestresst durch die nächtlichen Wälder kommt?
Als Hundehalter gibt es auch an den ungemütlichsten Tagen keine Option, Zuhause zu bleiben. Bei jedem Wetter stampfen wir in Gummistiefel und wetterfester Jacke durch den Wald und „geniessen“ das freundliche Wetter. Für uns ist es in der Dunkelheit im Wald manchmal unheimlich. Doch ist dir auch schon aufgefallen, dass unsere Hunde teilweise auch unsicher wirken? Etwas anbellen, was sonst ganz harmlos ist, wie zum Beispiel ein Baumstrunk?
Unsere Hunde sind jedoch in der Nacht gar nicht so schlecht unterwegs. Mit einer reflektierender Schicht im Augenhintergrund (Tapetum ludicum) sehen sie auch in der Dunkelheit sehr gut! Dieses Tapetum ludicum siehst Du sehr gut, wenn Du mit der Taschenlampe in den dunkeln Wald strahlst. Wenn ein Lichtreflex von einem Paar Augen zurück funkelt, ist das diese spezielle Schicht im Auge der Tiere. Man kann es als eine Art Reflektor bezeichnen. Wir Menschen besitzen dieses Tapetum ludicum nicht. Somit können wir davon ausgehen, dass unsere Hunde definitiv besser sehen. Im Gegenteil zu uns sehen unsere Hunde vor allem sehr gut in die Weite und an den Horizont.
Dazu kommt, dass der Geruchs- und Hörsinn in der Dunkelheit gar nicht beeinträchtig wird.
Was aber auch beachtet werden muss, unsere Hunde spüren unsere Angst oder Unsicherheit sofort. Dann kann der sonst so harmlose Baumstrunk plötzlich als gefährlich eingestuft werden. Wichtig ist also, dass wir uns selber gelassen in der Dunkelheit bewegen. So entspannen sich unsere Vierbeiner sofort und fühlen sich sicherer. Unsicherheit und Misstrauen wirkt ansteckend. Du kannst deinem Hund helfen, in dem Du bereits im Welpenalter mit ihm in der Nacht kleine Ausflüge unternimmst. Nebenbei kannst auch Du dich so optimal an die nächtlichen Ausflüge gewöhnen. Vor allem Welpen, die im Sommer auf die Welt kommen, müssen diese Erfahrung machen. Die Winterwelpen sind sich die Dunkelheit von Klein an schon mehr gewohnt.

 

Wichtig: Regeln einhalten!
In der Dunkelheit sollte man ein par wenige, einfache Regeln einhalten. Wichtig ist, dass nur Hunde welche einen ausgesprochen guten Gehorsam haben ohne Leine unterwegs sind. Nächtliche Waldausflüge erschrecken Tiere und andere Waldbenutzer unter Umständen sehr. Wenn Du deinem Hund nicht 100% trauen kannst, empfehle ich dir eine Schleppleine. So kann sich dein Hund frei bewegen und Du hast ihn doch unter Kontrolle. Guter Gehorsam zahlt sich auch in der Nacht aus. An Straßen oder bei Begegnungen kannst Du deinen Hund dicht an dir führen, so sind Hund und Mitmenschen in Sicherheit. Nimm deinen Hund immer auf die Seite, wo keine Autos durchfahren, also auf der Fahrbahn abgewandte Seite. So bist Du immer auf der Hut, dass dein Hund nicht einen Sprung auf die Straße nimmt.
An der Straße oder in der Stadt sollten die Hunde sowieso an der kurzen Leine geführt werden. Aufgepasst bei den Standard Auszugleinen. Die dünnen Schnüre können sich in der Dunkelheit leicht verwirren. Hier empfehle ich die flexi NEON Auszug-Leine 5 Meter in schwarz/neongelb. So kannst Du auch in der Nacht mit deiner flexi Leine raus.
Das Schweizer Hunderecht besagt sogar, dass unsere Vierbeiner bei Dunkelheit im Freien in Sichtweite und kurzer Distanz geführt werden müssen.
Grundsätzlich gilt in der Nacht, je mehr Beleuchtung umso besser. Hier findest Du für jede Hunderasse den passenden Leuchtartikel.

 

Fazit und persönliches:
Wie Du gelesen hast, fällt es unseren Hunden fast einfacher als uns, in der Nacht unterwegs zu sein. Versuche also bei einem nächtlichen Spaziergang ruhig zu bleiben und keine Angst zu zeigen. Dieses ängstliche Verhalten verunsichert deinen Hund nur unnötig. Leider arbeite ich den ganzen Tag durch und bin somit gezwungen gegen 18.00 Uhr meine Hunderunde  zu betätigen. Um diese Zeit ist es jetzt schon sehr dunkel. Da ich mindestens eine Stunde unterwegs bin, muss ich mich schnell wieder an die nächtliche Schönheit gewöhnen. In den ersten zwei Wochen behalte ich Liv immer an der kurzen Leine. Für mich ist sie wie ein kleiner Beschützer. Ich weiss, dass sie auf mich aufpassen würde. So handhabe ich das immer im Wald. Sobald wir die Felder überqueren darf sie dann als leuchtender Warnpunkt herumtoben. Wenn mir jemand entgegenkommt (auch das finde ich immer ein wenig unheimlich) nehme ich sie aber immer sofort an die Leine. Teste das mal aus, versuche die Ruhe und Selbstverständlichkeit von deinem vierbeinigen Freund anzunehmen und vertraue darauf, dass dir in seiner Gegenwart nichts passiert. Wahre Freundschaft eben!
J

 

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