Akupunktur für Hunde – Eine alternative Heilmethode

 

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Gehört haben sicher alle schon einmal von der Akupunktur, die vor allem bei Menschen zum Einsatz kommt. Aber auch bei Tieren kann Akupunktur eingesetzt werden und teilweise sehr hilfreich sein. Auch für den Hund gibt es bereits sehr viele Tierärzte oder Fachpersonen, die Akupunktur als Heilmethode anbieten.  Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird heutzutage auch in unserer Gegend immer häufiger eingesetzt. Diese alternative, ganzheitliche Heilmethode gibt es schon seit Tausenden von Jahren. Was man bei einer Akupunktur genau macht, in welchen Situationen und bei welchen Erkrankungen sie hilfreich sein kann und wie besonders Hunde darauf ansprechen, erfährst Du im heutigen Blog:

Was ist Akupunktur genau?

Die Akupunktur betrachtet den Körper und den Geist als unzertrennbare Einheit. In der Akupunktur besitzt jeder Körper Lebensenergien so genannte Qi. In der traditionellen chinesischen Medizin gibt es im Körper diverse Meridiane, die für die Versorgung des Körpers mit der richtigen Menge an Energie verantwortlich sind. Dieser Energiefluss kann natürlich gestört werden, was bei einigen Erkrankungen (siehe nächster Abschnitt) der Fall ist. Wenn die Energien gestört sind, heisst das, dass sie nicht im richtigen Mass verteilt sind. Bestimmte Meridiane sind also leer und andere zu voll und beeinträchtigen so die normale, gesunde Funktion des Körpers. Bei der Akupunktur wird mit gezielten Impulsen dafür gesorgt, dass diese energetischen Abläufe wieder in die gesunde, ursprüngliche Form zurück finden. Die Energien werden also wieder in Fluss gebracht und somit das energetische Gleichgewicht des Körpers wieder her gestellt. Jeder spezielle Punkt am Körper eines Hundes hat bestimmte Regulationsmechanismen, die mit der Akupunkturnadel aktiviert und reguliert werden können. Auch die einzelnen Organe haben in der chinesischen Medizin nicht nur ihre wissenschaftlich erwiesene Funktion für den Körper, sondern übernehmen noch weitere spezielle Aufgaben, die mit dem Energiefluss des Körpers zusammen hängen. Auch diese Funktionen können anhand der Akupunktur reguliert und stimuliert werden.

Wann ist eine Akupunktur Behandlung sinnvoll?

Sowohl kranke als auch gesunde Tiere kann man mit der Akupunktur behandeln. Vor allem funktionelle aber heilbare Störungen des Bewegungsapparates, Stoffwechselstörungen, Allergien, Entzündungen, Muskelverspannungen, Inkontinenz, gewisse Verhaltensprobleme und Ängste, wiederkehrende Entzündungen und akute oder chronische Erkrankungen können behandelt werden. Ausserdem wir die Akupunktur in der Schmerztherapie eingesetzt und bei gesunden Tieren zur Gesunderhaltung genutzt. Die Akupunktur hilft also in vielen gesundheitlichen Situationen, bei denen das Tier Unterstützung braucht.

Wie läuft eine Behandlung genau ab und wie reagieren Hunde darauf?

Vor einer Akupunktur Behandlung ist es sehr wichtig das Problem genau zu diagnostizieren, damit man die genaue Ausführung der Behandlung bestimmen kann. Der Hund wird auf seinen gesamten Zustand untersucht anhand traditioneller chinesischer Methoden. Zum Beispiel wird das Aussehen und die Farbe der Zunge bestimmt, was in der chinesischen Medizin sehr viel über den Gesundheitszustand des Tieres verraten kann. Zudem wird die Qualität und auch die Tiefe des Pulses gemessen an der Oberschenkel Innenseite des Hundes. Dann werden am Rücken einige wichtige Punkte abgetastet und die Alarmpunkte der Organe untersucht. Diese Punkte gehören zur chinesischen Medizin und geben Auskunft über die energetischen Füllzustände der Meridiane und Organe im Körper. So findet der behandelnde Arzt heraus, wo Nadeln gesetzt werden müssen um de, Hund helfen zu können. Wie viele sicher wissen werden in der Akupunktur Nadeln dazu genutzt, bestimmte Punkte im Körper zu aktivieren. Diese Nadeln müssen in den Körper eingeführt werden, was eine genaue Kenntnis des Körpers und eine sehr feine und saubere Arbeit voraussetzt. Die meisten Menschen und auch Hunde reagieren beim ersten Einstich etwas schockiert, da der Stich teilweise spürbar bis sogar leicht schmerzbar sein kann, danach wird eine grundlegende Entspannung sichtbar und die Behandlung wird in den  meisten Fällen genossen. Meistens werden mehrere kurze, aber wiederholte Anwendungen durchgeführt, die dann mit immer grösser werdenden Abständen abgehalten werden. Pro Sitzung sind zwischen acht bis fünfzehn Nadeln nötig, welche innerhalb zehn bis zwanzig Minuten ihre Wirkung entfalten. In dieser Zeit werden die Hunde betreut und legen sich meist zum dösen hin und zeigen sich oft sehr entspannt. Danach werden die sterilen Nadeln wieder entfernt und sofort entsorgt.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen, die ich beachten muss?

Eigentlich hat die Akupunktur keine negativen Auswirkungen auf den Hund. Es kann aber sein, dass ein Hund sich nicht stechen lässt und die Behandlung deshalb nicht durchführbar ist. Oft werden verunsicherte Hunde bei der ersten Behandlung vom Besitzer mit Leckerlis abgelenkt, damit sie die ersten Nadeln setzen lassen. Sobald der Hund merkt, dass die Behandlung ihm nicht schadet, wird er das weitere Vorgehen gut über sich ergehen lassen. Viele Leute haben Angst vor der Infektionsgefahr, die im Umgang mit Spritzen und Nadeln leider da ist. Die Tierärzte in der Schweiz arbeiten aber mit sterilen Einwegnadeln, die unproblematisch sind. Nach der ersten Behandlung sieht man aber oft noch keine grossen Erfolge. Es kann sogar sein, dass der Hund nach der Behandlung schlechter läuft als zuvor, was vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates manchmal der Fall ist. Das kommt dann aber nicht daher, dass die Behandlung gescheitert ist, sondern davon, dass die Energien im Körper, die falsch verteilt waren jetzt in Bewegung gesetzt wurden, was bei manchen Hunden eine Zeit braucht und den Körper zuerst aus dem Gleichgewicht bringt. In diesem Fall pendelt sich der Körper aber ein und wird mit der neuen Energieregulation besser funktionieren als vor und direkt nach der ersten Behandlung. Falls irgend etwas nach der Behandlung nicht stimmt, solltest Du unbedingt den Arzt informieren und Dich erkundigen, wie Du Deinem Hund eventuell helfen kannst.

 

Wer sich oder seinen Hund gerne mit dieser Methode behandeln lassen würde, findet sicher einen guten Anbieter in der Nähe, bei dem man sich nähere Informationen über das Vorgehen im speziell vorliegenden Fall holen kann. Eine Beratung im Voraus macht euch noch vertrauter mit dieser Heilmethode und gibt euch das Vertrauen in den behandelnden Tierarzt. Natürlich ist es auch für den Hund angenehmer, wenn er den Ort des Geschehens bereits vor der ersten Behandlung einmal in Ruhe besichtigen kann und die Leute schon einmal sieht und kennen lernt. Dann kann er sich bei der ersten Behandlung auch viel besser entspannen und beruhigen. Wir wünschen gutes Gelingen und viel Spass beim Probieren dieser Therapie und hoffen natürlich, dass sie Dir und Deinem Hund weiterhelfen kann. 

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