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Achtung Giftköder! Wie schütze ich meinen Hund?

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Leider kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Hunde vergiftet werden und es nicht selten mit schlimmen Schäden oder dem Tod endet. Immer wieder hört man von Aufrufen aus der ganzen Schweiz und bekommt dabei auch bisschen Angst um die eigenen Tiere. Wie man sich und seinen Hund am besten vor Giftködern schützen kann und wie man reagieren muss, wenn man auf Giftköder trifft oder der Hund diese gefressen hat, erfährst Du im heutigen Blog. Zudem wollen wir darauf eingehen, in welchen Regionen der Schweiz schon Giftköder gefunden worden sind und an welchen Stellen man besonders achtsam sein sollte.

Giftköder – Was muss ich mir darunter vorstellen?

Natürlich gibt es keinen einheitlichen Giftköder, den man simpel beschreiben und ausfindig machen kann. Giftköder findet man in verschiedenen Formen und Grössen und mit verschiedenen Giften. Ein sehr oft gefundener Giftködertyp sind die Wurststückchen, die mit Nägeln, Rasierklingen oder Giften versehen sind und am Rand des Spazierwegs der Hündeler platziert werden. Andere Giftköder sind selber zusammengestellt aus Hackfleisch oder anderen gut formbaren, gut riechenden Fleischwaren, die mit Gift oder scharfen Metallgegenständen gefüllt werden. Hunde mögen nun mal Fleisch und spüren solche Wurststücke leider sehr schnell und geschickt auf. Die meisten Hunde fressen leider schneller als ein Mensch reagieren und sie davon abhalten könnte und schon ist der Giftköder geschluckt. Als Gift wird meistens einfach erhältliches Rattengift verwendet, das in genug grossen Mengen auch für Hunde tödlich ist. Die Nägel, Rasierklingen und anderen spitzen Gegenstände die in vielen der Köder zu finden sind verletzen den Mund- und Rachenraum unserer Hunde und gelangen dann weiter in den Magen wo es zu weiteren inneren Blutungen kommt, welche für einen Hund ebenfalls sehr schlimme Folgen bis und mit dem Tod haben können. Das Auslegen solcher Köder kann man leider kaum verhindern und die Täter zu finden ist fast nicht möglich, da man sehr selten jemanden auf frischer Tat ertappt. Leider sind solche Köder sehr schnell hergestellt und auch schnell verteilt. Oft findet man solche Giftköder an häufig genutzten Gehwegen im Gebüsch, wo sie von blossem Auge kaum zu finden sind, für die Hundenase aber leider sehr schnell erreichbar sind.

Wie kann ich meinen Hund davor schützen Opfer einer Vergiftung zu werden?

Wie oben schon erwähnt geht so eine Aufnahme der Giftköder im Normalfall unglaublich schnell und kann von uns kaum verhindert werden, wenn der Hund den Köder schon gefunden hat. Trotzdem gibt es einige Massnahmen, die man treffen kann um eine Vergiftung zu vermeiden. Einerseits ist es sinnvoll in einem Gefahrengebiet oder an sehr gut erreichbaren Wegen etwas besser auf den Hund zu achten. Wenn man den Hund beim Spaziergang gut beobachtet, erkennt man mögliche Gefahren früher und kann ihn eventuell auch noch vor dem Fressen eines Köders bewahren. An solchen Stellen sollte der Hund aufgrund von Strassen und Menschen sowieso eher nicht frei laufen gelassen werden, gerade dann nicht, wenn der Verdacht auf Giftköder in der Region besteht. Wenn der Hund an der Leine geführt wird, hat man als Hundeführer auch eine bessere Kontrolle über das Tier und kann so die Handlungen des Tieres besser überblicken. Natürlich ist keine Garantie vorhanden, dass an eher einsamen Orten nicht ebenfalls Giftköder sein könnten, die Gefahr ist aber da einiges geringer und so kann der Hund, wenn nicht gerade Giftwarnungen erschienen sind, auch weiterhin frei laufen gelassen werden.

Giftköder liegen aber nicht immer nur am Boden im Gebüsch wo man sie vermutet. Immer wieder kam es zu der besonders dreisten Methode, dass der Täter als Spaziergänger dem Hund beim Streicheln und gleichzeitigen Reden mit dem Besitzer einen Giftköder zugesteckt hat. Es ist also besonders gut darauf zu achten, was fremde Spaziergänger in der Nähe Deines Hundes tun und man sollte vermeiden, dass der Hund von fremden Leuten gefüttert wird. Alternativ kann man ja ein selber mitgebrachtes Leckerli zum Verfüttern anbieten, aber niemals fremde Leckerlis von Leuten annehmen, die man nicht kennt! Der einzige Vorteil dieser Methode ist, dass der Täter gesehen und wieder erkannt werden kann. So besteht zumindest eine Chance den Täter rechtlich zu verfolgen.

Was tun, wenn mein Hund einen Giftköder gefressen hat?

Wenn Du siehst wie Dein Hund einen Giftköder frisst oder Du den Verdacht hast, dass er einen Köder gefressen haben könnte, solltest Du zuerst versuchen, dem Hund den Giftköder wieder zu entwenden oder aus dem Hals zu fischen. Gerade bei Ködern mit Nägeln oder Klingen kann es gut sein, dass der Köder noch im Hals ist und Du in noch Entfernen kannst und so noch schlimmere Verletzungen und eine Vergiftung verhindern kannst. Ist der Köder schon weg, hilft nur ein sofortiger Gang zum Tierarzt, der dem Tier zum Beispiel den Magen auspumpen kann. Da man nicht weiss, welches Gift in dem Köder war und wie dieses Gift dann auf den Hund wirkt, ist es immer ratsam sofort einen Tierarzt aufzusuchen, und die Reste des Giftköders, wenn vorhanden, mit zu bringen. Bis zur Behandlung durch einen Arzt sollte der Hund wenn möglich beruhigt werden. Falls der Hund erbricht, müssen unbedingt die Atemwege von Erbrochenem befreit werden und der Hund falls er sich hinlegt in eine stabile Seitenlage gebracht werden. Ganz wichtig ist, dass der Hund nicht zum Erbrechen gebracht werden soll, bei falschen Versuchen, kann es die Situation des Tieres sogar verschlimmern und die Atemwege versperren. Auch Maulschlingen, die manchmal zur besseren Handhabung des Tieres angelegt werden sind bei einem vergifteten Hund sehr gefährlich, da sie bei möglichem Erbrechen die Erstickungsgefahr erheblich erhöht. Die einzige Handlung, die sie also unbedingt tun sollten ist der Gang zum Tierarzt und wenn möglich das sicherstellen der Giftköder, die dem Tierarzt die Arbeit sehr erleichtern und ihrem Tier das Leben retten können.

Welche Regionen waren schon betroffen?

Es gibt diverse Radare, auf denen Fälle von Hundeködern verzeichnet sind. Informiere Dich am besten in Deiner Umgebung, ob es bereits Fälle gab oder nicht. Hier will ich nur einige Orte nennen, die schon von Giftködern betroffen waren. Betroffen waren beispielsweise bereits die Regionen Oberaargau, Langenthal, Lenzburg, Birmensdorf und Zuchwil. Falls noch weitere Gebiete bekannt sind solltest Du unbedingt andere Hundebesitzer in der Umgebung warnen und die Warnung am besten auch öffentlich verbreiten!

 

Mit Hilfe guter gegenseitiger Information hoffen wir, dass wir das Unheil der Giftköder verkleinern können und unsere Hunde auch in Zukunft zufrieden im Gebüsch herumschnüffeln können, ohne dass Vergiftungsgefahr droht. 

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